Songs analysiert
Der Musik-Detektiv
Nadav Poraz findet heraus, wer bei anderen Musikern geklaut hat. Mittlerweile hat sich eine ganze Internet-Gemeinde der Jagd nach “Samples” verschrieben.

Seit 15 Jahren auf Sample-Suche: Nadav Poraz, Gründer der Website Whosampled.com.
(Foto: privat)
Alle sind sie Diebe. Die ganze Musikszene. Denn ob Rhianna, Lady Gaga oder die Black Eyed Peas: Sie alle sampeln. Das heißt, sie klauen Elemente aus anderen Liedern und bauen sie in ihre eigenen Lieder ein. Manche Songs bestehen fast nur aus solchen Beutestücken. Und die meisten Leute merken das nicht einmal.
Doch wo es Diebe gibt, gibt es auch Detektive. Sie heißen „Sample-Spotter“ und haben es sich zur Aufgabe gemacht, Samples zu entdecken und ins Internet zu stellen. Eine der größten Sample-Spotter-Websites ist Whosampled.com. FAST hat mit Nadav Poraz gesprochen, dem Gründer der Seite.
Nadav Poraz: “Samples eröffnen neue Musik-Welten”
Wer klaut wo? Beispiele der Sample-Spotter
Die Sample-Spotter haben mittlerweile tausende von gesampelten Songs enttarnt.
Zum Beispiel „Praise You“ von Fatboy Slim, einem echten Viel-Sampler.
Oder Daft Punk, die am liebsten in großen Stücken sampeln.
Und – last but not least – unser aller Pop-Prinzessin, Britney Spears.
Was vom Sampeln zu halten ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für manche, wie den Sample-Spotter Nadav Poraz, ist es eine eigene Kunstform, für andere reine Faulheit. Fakt ist: Die gesampelten Künstler bekommen fast nie Geld für die Verwendung ihrer Werke. Dafür aber oft neuen Ruhm. Dido zum Beispiel wurde ein Star, weil Eminem sie in seinem Hit „Stan“ sampelte. (Che Berberich)
Im Internet findest du dazu:
- Wer hat’s geklaut? Webseite von whosampled.com




