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Selfmade im Internet

Von Gütterlitz in die Welt

Melanie Köhler (Foto: Chris Gonz)

Name: Melanie Köhler
Alter: 30 Jahre
Idee: meko®-Modelabel
Selbst anschauen: Meko-Clothing

Nähmaschinen und ein bunter Haufen an Stoffen und Ideen. Damit habe ich 2007 angefangen – in einem kleinen Atelier im Haus meiner Eltern. Ein eigenes Label war schon während meines Modedesign-Studiums mein Traum. Meine Diplomarbeit habe ich in Berlin angefertigt, danach bin ich zurück in meine Heimat gezogen. Gütterlitz ist ein 200-Seelen-Dorf in Thüringen und mir war klar, dass es ein unmögliches Unterfangen sein würde, hier einen Laden aufzumachen. Ein Freund erzählte mir schließlich von dem Internetmarktplatz Dawanda. Dort kann von der Hausfrau bis zum Designer mit wenigen Klicks jeder seine Waren anbieten. Das einfache Konzept hat mich sofort überzeugt, also habe ich dort meinen Online-Shop eröffnet. Die ersten Verkäufe kamen schnell und heute habe ich viele Kunden, von denen einige alleine schon über 40 Mal Pullover, Kleider oder Shirts bestellt haben. Ich würde alles dafür geben, mal einen Blick in ihren Kleiderschrank werfen zu dürfen.

Gütterlitz ist ein 200-Seelen-Dorf in Thüringen und mir war klar, dass es ein unmögliches Unterfangen sein würde, hier einen Laden aufzumachen.

Melanie Köhler, Modedesignerin

Den Shop nutze ich immer noch und mein Label meko® hat sich prima entwickelt. Heute kann ich gut davon leben, habe sieben ambitionierte Mitarbeiter und alle Hände voll zu tun. Es gibt diesen Spruch, „Wer selbständig ist, arbeitet selbst und ständig“ – wie wahr! Trotzdem unterscheidet sich die Online-Selbständigkeit positiv von den Wegen, die Existenzgründer üblicherweise gehen müssen: Langwierige Gespräche mit Banken, finanzielle Vorausleistungen oder Dinge wie Ladensuche und ein komplizierter Businessplan entfallen.

Ich würde es wieder so machen. Im Prinzip kann man über das Internet auch als Laie jeden erreichen. Und, wenn die Idee gut ist, alles verkaufen. Ein Vorteil, der auch zum Nachteil werden kann. Es gibt mittlerweile Shops, die ihr komplettes Sortiment mit Kopien von meko®-Artikeln bestücken. Das passiert leider, wenn alle Zugriff auf deine Ideen haben. Ich tröste mich damit, dass solche Plagiate dauerhaft keine Chance gegen Originalität und Qualität haben. (nhm)

Teil 6: Die Strickomi: Gerda Held

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  • teekay

    Nette Beispiele-aber warum wurde denn nicht mal knallhart nach Zahlen gefragt? Was kommt am Monatsende raus? Umsatz? Gewinn? Stundenlohn? Schoen und gut, wenn Leute mit netten Ideen im Internet praesent sind, aber ist was zum Rente aufbessern oder kann man davon leben (also nicht bloss ueberleben)?

Artikel verfasst am 2. September 2011

Kommentare: 1 Kommentar

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