Die 10 besten Kochblogs
Gefühlt nähert sich die Zahl der Kochseiten im Internet der der Pornoseiten an. Für alle, die den Überblick längst verloren haben: Die zehn besten Kochseiten im Netz.
10. Goop: Gwyneth Paltrow ist nicht nur Schauspielerin, Countrysängerin, Ehefrau und Mutter. Sie bloggt auch noch darüber. Unter den Kategorien Make, Go, Get, Do, Be und See lässt sie die digitale Welt an ihrem Leben teilhaben. Kleiderkaufen (“Get”) wie die Paltrow ist eher unerschwinglich und nach dem Joggen wird man sich kein teures Acai-Beerenpulver in’s Fijiwasser kippen (“Do”). Doch unter “Make” finden sich simple, leckere Rezepte von Pizza über Tacos und Guacamole. Ihre Rezepte holt sich Gwyneth Paltrow gern direkt von bekannten Starkochen. Tja, wer’s kann.
9. Kekstester: Kekse können die Welt verändern. Glaubt Anne Seubert. Und so testet sie Kekse auf der Suche nach den weltbesten ihrer Art. Auf ihrer Seite präsentiert die Berlinerin Lieblingskekse, Nachbacklisten und Keksrezensionen. Von Ovomaltine-Ciobar-Herzen über Grapefruit Sandwich Cookies. Wer glaubt, mit seinen eigenen Keksen Weltbewegendes zu kreieren, kann seine Werke von der Kekstesterin probieren lassen.
8. Everybody likes Sandwiches: “An uncomplicated journal about food” ist der Untertitel dieser Seite. Jeannette Ordas ist Kanadierin und hasst seitenlange Anleitungen beim Kochen. ” Everybody Likes Sandwiches is about the joy in preparing fresh food simply”, so Ordas Credo. Ihre Rezepte entstehen durch wildes Ausprobieren und so kommen Gerichte wie “Apple and Cheddar quick bread” oder “sweet & sour marmalade chicken” zustande, die sie mit einer großen Fangemeinde teilt.
7. Use Real Butter: Der Name ist kein Kochmantra sondern die Lebenseinstellung von Jennifer Yu. Die kanadische Food-Bloggerin und Fotografin mag keine halben Sachen und bekennt “Ich bin hyperaktiv, starrsinnig und zwangsgestört”. Früher arbeitete sie als Programmiererin für die NASA, dann bekam sie Krebs. Doch Jen ist zäh, sie überwand den Krebs. Noch während ihrer Chemotherapie fuhr sie weiter Ski in den Rocky Mountains. Ihre Rezepte und Fotos sind lebensbejahend und kompromisslos. Wie sie.
6. Smitten Kitchen: Pancakes mit Blaubeerjoghurt. Gebratenes Huhn in Dijon-Sauce. Lauchtoasts mit Ziegenkäse. Deb stellt auf Smitten Kitchen vor, was sie auf noch nicht einmal vier Quadratmetern in New York so kocht. Das ist meistens nicht schwer, immer fantastisch und macht bei jeder Ausrede, warum man heute wieder nicht kochen kann (keine Zeit, dreckige Studentenküche, was soll ich nur machen?) ein schlechtes Gewissen.
5. New York Times Diner’s Journal: Das Diner’s Journal der NYT ist die perfekte Schwiegertochter unter den Food-Blogs: sieht gut aus, ist intelligent – und kann auch noch kochen. Weltoffen und heimatverbunden. Typisch amerikanische Rezepte, aber auch internationale Küche. Meist mit Fakten und Anekdoten angereichert, oft in Videoform umgesetzt, handwerklich sehr gut gemacht. New York Times eben.
4. Anonyme Köche: Obwohl Claudio Del Principe gerne bei McDonalds und Ikea einkehrt, ist seine Site eine der beliebtesten im deutschsprachigen Raum. Seine Rezepte sind originell, seine Texte unterhaltsam. Er reiht nicht nur Rezpet an Rezept sondern erzählt Geschichten. Anonym ist Del Principe schon länger nicht mehr. 2009 sind seine Gerichte als Buch erschienen.
3. Gourmet Guerilla: Melanie Buml von Gourmet Guerilla ist ohne Agenda unterwegs. Es geht um’s bessere, bewusstere Essen, das aber ganz nebenbei, Löffel für Löffel. Keine Fertigprodukt-Feldzüge, kein Veggie-Wahn, keine Ernährung-Ethik. Stattdessen undogmatische Rezepte und mehr oder weniger coole Experimente wie rosa Risotto oder Maultaschen in lila Brühe.
2. Cannelle et Vanille: Die baskische die Autorin Aran lebt seit über zehn Jahren in Amerika. Ihrem Geschmack hat das nicht geschadet. Vor allem Desserts und süße Kleinigkeiten finden sich auf Cannelle et Vanille, festgehalten in bezaubernden Bildern, die von den guten alten Zeiten zu erzählen scheinen. Nostalgisch, nennt Aran selbst ihren Blog. Mundwässernd, findet hive.
1. Delicious Days: Die Münchnerin Nicole Stich ist eigentlich Designerin, ihr Freund hat ein Händchen für’s Digitale. Das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit: ein FoodBlog mit cleanem Design, kunstvollen Fotos und klassisch-raffinierten Rezepten der internationalen Küche. Nicole Stich schreibt auf Englisch und hat mittlweile eine große Fangemeinde. Deshalb werden in Peru auch mal bayerische Zwetschgenknödel gegessen.

Pingback: Essen à la web