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Willkommen im Nerd-Paradies

Heute würde man sie als Nerds bezeichnen. Computersammler, die in einer Halle alte Rechneranlagen horten,  restaurieren und vorführen. Ein Rundgang zum Hören und Sehen.

Ein Surren liegt in der Luft. Unbeirrt rattern, pusten und flimmern die Ausstellungsstücke vor sich hin. Auf dem Gelände der Universität der Bundeswehr präsentieren Münchner Computerfans historische, teils noch funktionsfähige Rechneranlagen in einem alten Hangar, der jetzt ein Museum ist.

Organisiert sind sie in einem gemeinnützigen Verein, der Gesellschaft für historische Rechenanlagen, mit momentan 27 Mitgliedern.

Vereinszweck ist laut Satzung  „die Erhaltung, Vertiefung und Verbreitung des Wissens um sowie das intellektuelle und sinnliche Erleben der Geschichte der Datenverarbeitung (…) durch das Dokumentieren, Sammeln, Restaurieren, Betreiben, Instandhalten, Vorführen, Erklären, sowie der weltweiten Öffentlichkeit verfügbar machen von Rechenanlagen vergangener Generationen“.

Staunen können nicht nur Nerd-Kollegen. 500 bis 600 Besucher führen die Vereinsmitglieder im Jahr durch ihre Halle. Zu bewundern gibt es zum Beispiel einen Osborne 1, eine Art Ur-Laptop, den ersten Minicomputer pdp8 oder eine 40-Zoll-Festplatte mit ganzen 6 Megabyte Speicher aus den 60er-Jahren. Die Vereinsmitglieder John Zabolitzky, Physik-Professor, und IT-Fachmann Wolfgang Stief führen durch die Großrechnerabteilung und wagen eine Prognose für die technische Zukunft.

Computermuseum München

Universität der Bundeswehr, Halle 109
85579 Neubiberg
Besichtigung nach Terminvereinbarung
Eintritt frei

 

  • http://www.cray-cyber.org/ Wolfgang Stief

    Habt ihr schön gemacht!

Artikel verfasst am 17. Januar 2012

Kommentare: 1 Kommentar

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