Die 10 besten Internet-Memes
“Memes”, Phänomene des Internets: Das können Bilder, Videos oder auch nur Ideen sein, die sich ohne logische Erklärung im Netz verbreiten und im besten Fall wirklich lustig sind. Zum 1. April haben wir Euch die witzigsten, dümmsten oder einfach absurdesten rausgesucht. 
10. This Is Sparta!
“You bring the crowns and heads of conquered kings to my city steps. You insult my queen. You threaten my people with slavery and death. Oh, I’ve chosen my words carefully, Persian. Perhaps you should have done the same”, sagt König Leonidas, Anführer der spartanischen Widerstandskämpfer, im Film 300 zu einem persischen Botschafter (zu sehen in diesem Video). “This is Blasphemy! This is Madness!”, antwortet der empört. Daraufhin der König: “Madness? This is Sparta!” und tritt den Persier in einen Brunnen. Die Szene wurde seitdem vielfach parodiert und weiter entwickelt zu “This is Santa!“, “This is Prada!” oder “This is Narnia!“, geschmückt mit der wutverzerrten Visage des König Leonidas.
9. Bitch please
Der Gesichtsausdruck von Basketballprofi Yao Ming stammt ursprünglich von einer Pressekonferenz nach einem NBA-Spiel im Mai 2009. Das Lachen ist Teamkollegen Ron Artest gewidmet. Manchen Zuschauern schien es, als würde Yao Ming in diesem Moment “bitch please” sagen – ein neues Meme war geboren. Seit dem wird das Yao Ming Face als Reaktion gepostet, wann immer ein “bitch please” angebracht scheint.
8. Planking
Planking kann nicht nur als Meme, sondern auch als Trendsport verstanden werden. Mit dem Gesicht nach unten, Arme an die Seite gepresst, liegen die Planker möglichst steif auf Einkaufsstraßen, Balkongeländern (so kam Planking zu seinem ersten offiziellen Toten), auf Hausdächern und sogar auf Fußballfeldern. Spieler des englischen Fußballvereins Accrington Stanley nahmen es als Freudenausdruck nach einem Tor. Also im Prinzip, wo immer ein menschlicher Körper in dieser Position Platz findet. Entstanden ist das Phänomen in England, populär wurde es vor allem in Australien, bald hatte es weltweit Anhänger. Auch Hollywoodstars wollten gerne cool sein und so spielten Katy Perry, Justin Bieber, Demi Moore und Chris Brown Planke und stellten die Bilder ins Netz. Richtigen Wirbel in der Planking-Szene verursachte aber nur Rapper Xzibit. Er twitterte, Planking habe einen rassistischen Hintergrund, da Sklaven in dieser Position auf den Schiffen eingepfercht wurden. Ein Historiker gab ihm recht.
7. First World Problems

Wir alle kennen diese Probleme: Die Pizza ist nur noch lau, wenn der Bote endlich kommt. Der Bus kommt nachts zu früh, der nächste erst in zehn Minuten. First World Problems. Unter The Real First World Problems gibt es eine Sammlung von Problemen, unter denen nur wir Privilegierten zu leiden haben. Auf Twitter kursieren noch mehr davon (#firstworldproblems) und ein fleißiger Nachwuchsrapper hat seinen First World Problems Rap auf Youtube gestellt.
6. LOLcats
Katzen machen jede Menge Mist. Wir fotografieren sie dabei und finden das entweder putzig oder lustig. Zusammen mit passenden Statements in lolspeak begeistern sie als LOLcats im Internet die Massen. Die populärsten LOLcat-Memes verbreiteten sich über 4chan.org und Icanhascheezburger.com. Ein berühmtes, frühes Exemplar: The Cliche Kitty, auch bekannt als “Everytime you masturbate, God kills a kitten” kitten. Ob niedlich oder dumm, die LOLcats haben eine riesige Fangemeinde. So schrieb ein Fan bei Facebook: “If it wasn’t for LOLCATS… There probably wouldn’t be an internetz!”
5. Wulff-Filme
Mit seinen nicht enden wollenden Affären wurde Wulff zwischenzeitlich zum parodistischen Liebling im Netz. Und so hatten wir mit dem Hashtag #Wulfffilme bei allem Kopfschütteln über Kreditaffäre, Maschmeyer-Kumpeleien und BILD-Anrufen auch etwas zu lachen. Auf den Ex-Bundespräsidenten gemünzte Abhandlungen bekannter Filmtitel kursierten so eifrig im Netz, dass es der Hashtag Anfang Januar sogar auf Platz 1 der Trending Topics bei Twitter Deutschland schaffte. Mittlerweile hat Blogger und Journalist Richard Gutjahr seine Top 50 zusammengestellt. Eine Auswahl: Bis(s) zum Ende der Amtszeit, The Leihen King, Pump Fiction, Kill BILD, Desperate Housewulff…
4. Downfall
Das Downfall-Meme, auch verbreitet als “Hitler Finds Out…” oder “Hitler Reacts To…” basiert auf einer Szene aus Der Untergang. Hitler erfährt von seinen Generälen, dass die letzte Offensive gegen die Sowjets nie stattgefunden hat und Deutschlands Niederlage unabwendbar ist. Der Führer befiehlt allen, den Raum zu verlassen, nur die höchsten Generäle müssen bleiben. Nervös warten sie auf seine Reaktion, dann beginnt Hitler zu schimpfen: Über die fehlenden Features in der Demoversion des Microsoft Flight Simulator X, über den Ausfall von Twitter, über den Rücktritt von Sarah Palin, über den neuen Weltrekord von Usain Bolt. Einige der mittlerweile über tausend Versionen gibt es hier.
3. Epic Fail
“Fail” hat es schon fast in den normalen Sprachgebrauch geschafft. Im Netz zeugen passende Bilder und Videos vom “Versagen in epischen Ausmaßen“. Wer bei der Super-Pannen-Show lachen konnte, wird mit dem Meme großen Spaß haben. Weil Schadenfreude offenbar für viele die schönste Freude ist, betreibt das Cheezburger Network (das auch LOLcats auf seiner Seite sammelt) mittlerweile den FAILblog, der entsprechendes Material haufenweise sammelt.
2. Looking at things
Zuerst starrte Kim Jong-il, der mittlerweile verstorbene Diktator Nordkoreas, auf Dinge: auf Äpfel, auf Wäscheständer, auf Flaschen. Kim Jong-il looking at things (Untertitel: the dear leader liked to look at things) heißt die Seite, die diese Bilder seit Oktober 2010 sammelt. Der verantwortliche Blogger erklärt das so: “This blog was born in a warm autumn night, 26th october 2010, for reasons unknown. Why is it so funny? I have no idea either.” Auch wenn es keinen Grund gibt, Kim Jong-il hat einen Trend gesetzt und einige Nachfolger gefunden: Kim Jong-un looking at things, Kim Jong-merkel looking at things, natürlich Karl-Theodor looking at things und Christian Wulff looking at things.
1. What I really do
Die Selbst- und die Fremdwahrnehmung driften ja öfter etwas auseinander. Die digitale Fotocollage “What People Think I Do / What I Really Do” stellt diese Differenzen wunderbar dar. Angefangen hat alles mit dem Science Student, der Anfang des Jahres auf Facebook kursierte. Mittlerweile wurden nicht nur sämtliche Berufe und Studiengänge durchgekaut, auch Adaptionen wie “How People View Me After I Say I’m X” und “What I Watched vs. What I Expected vs. What I Got” wurden kreiert.
