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	<description>Medium für die digitale Gesellschaft</description>
	<lastBuildDate>Tue, 21 Feb 2012 21:16:14 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Der programmierbare Patient</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 21:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska Draeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Chip]]></category>
		<category><![CDATA[Implantat]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Wissenschaftler haben ein Implantat an Menschen getestet, das über Funksignale Medizin in ihr Blut abgibt. Die Chips sollen Spritzen ersetzen. Robert Farra, der Präsident der US-Firma Microchips, war aufgeregt. So aufgeregt, dass er sein Statement ablas und sich dennoch ein, zwei mal verhaspelte. „Wir verkünden...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wissenschaftler haben ein Implantat an Menschen getestet, das über Funksignale Medizin in ihr Blut abgibt. Die Chips sollen Spritzen ersetzen.</h4>
<p><span id="more-7888"></span></p>
<p>Robert Farra, der Präsident der US-Firma Microchips, war aufgeregt. So aufgeregt, dass er sein Statement ablas und sich dennoch ein, zwei mal verhaspelte. „Wir verkünden hier die erste erfolgreiche klinische Studie, in der implantierbare, funkgesteuerte Chips Medikamente an Patienten abgeben,“ sagte er auf der diesjährigen Wissenschaftskonferenz der American Association for the Advancement of Science (AAAS) in Vancouver &#8211; der größten Wissenschaftskonferenz der Welt. Stolz hielt er dabei etwas hoch, das von weitem aussah wie ein elektronischer Autoschlüssel.</p>
<p>Das Gehäuse ist aus Titan, auf der Rückseite prangen zwei Chips. Sie sind mit zwanzig kleinen Kammern verbunden, in der Mitte: eine Platinmembran, die Medikamente in den Kammern versiegeln kann. Durch einen Stromimpuls wird die Membran auf mindestens 1768 Grad Celsius erhitzt, sodass das Platin schmilzt und die Medizin austreten kann. Die Hitze spüre man nicht, sagt Farra, sie werde nur 25 Mikrosekunden lang erzeugt und richte sich so gezielt auf die Membran, dass diese sich nicht ausbreiten könne.</p>
<p>Mikrochips wie diesen trugen sieben Frauen vor kurzem unter in ihrem Körper. Sie waren zwischen 65 und 70 Jahre alt und litten unter Osteoporose. In einer ambulanten Operation setzten ihnen Chirurgen die Chips auf Hüfthöhe unter die Haut. Die Kammern waren gefüllt mit dem Medikament Forteo, das die Knochenbildung unterstützen soll. Dieser Wirkstoff wird derzeit täglich gespritzt, wenn möglich zwei Jahre lang.</p>
<h3>Die Patienten machen nicht mit bei der herkömmlichen Behandlung</h3>
<p>Diese Prozedur machen die wenigsten Patienten bis zum Ende mit, drei von vier beenden die Behandlung noch, bevor zwei Jahre vergangenen sind. Sie brechen die Behandlung nicht nur wegen der Schmerzen beim Spritzen ab, sondern auch, weil Osteoporose langsam voranschreitet. Die Patienten bemerken keine schnelle Wirkung der Behandlung. Wer sich einmal um die Injektion drückt, dem geht es nicht sofort schlechter.</p>
<p>Damit sind Osteoporose-Patienten aber nur extreme Beispiele für ein Problem, das Ärzte mangelhafte Compliance nennen: Die Patienten machen einfach nicht mit bei ihrer Behandlung. Medikamente werden verschrieben und verkauft – und im Kosmetikschrank gehortet. Die volkswirtschaftlichen Schäden dadurch werden auf bis zu 10 Millliarden Euro pro Jahr in Deutschland geschätzt.</p>
<p>„Die digitale Steuerung verspricht eine hundertprozentige Compliance“, sagt Farra. Der Arzt könnte endlich selbst steuern, wie oft und wann seine Patienten ihre Medikamente nehmen. „Das befreit die Patienten von ihrer Sorge“, meint sein Kollege Robert Langer , einer der beiden Gründer der Firma und Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. „Das ist die Morgendämmerung der digitalen Medikation.“</p>
<h3>Die Forscher sahen keine Nebenwirkungen</h3>
<p>Im Fall der sieben Probandinnen waren die Chips so programmiert, dass sie über die ersten acht Wochen gar keine Medizin abgaben. Die Wissenschaftler warteten, bis sich eine kleine innere Narbe um das Gerät gebildet hatte. Sie wollten wissen, ob das verhärtete Gewebe, das sich um Implantate immer formt, die Abgabe der Medizin blockiert. Nach diesen acht Wochen öffnete sich täglich eine Kammer, 19 Tage lang. 15 mal geschah das nach dem vorher programmierten Ablauf, vier Mal löste ein Arzt über seinen PC  die Freigabe des Medikamentes direkt aus. An den Computer war eine Schnittstelle angeschlossen, die an den Chip funkte. 30 Zentimeter weit reicht dieses Signal momentan.</p>
<p>Die Medikamentenkonzentrationen im Blut der Patientinnen waren vergleichbar mit denen nach Einzelimpfungen, trotz der inneren Narbe. Nebenwirkungen der digitalen Fremdkörper sahen die Forscher keine. Ob die Geräte wirklich sicher sind, müssen sie aber noch zeigen: an einer wesentlich größeren Patientengruppe. Die sieben bisher untersuchten Frauen sind noch lange keine repräsentative Masse. Und bisher wurden auch nur 20 Tagesdosen durch den Chip verabreicht. Außerdem öffneten sich nicht alle der Membranen, wie sie sollten. Bei zwei Geräten blieb jeweils eine Kammer halb geschlossen, bei einem Gerät öffnete sich gar keine. Es musste wieder herausgenommen werden. Diese nicht funktionstüchtigen Geräte wollen die Forscher in Zukunft aussortieren. Außerdem wollen sie die Sicherheit ihrer Geräte gegen Signalstörungen noch ausführlicher testen. Die Zahl der Tagesdosen möchten sie auf 365 steigern, so dass der Chip ein Jahr lang im Körper bleiben kann.</p>
<p>Den Preis einer solchen programmierbaren Mini-Apotheke wollten die Forscher allerdings nicht nennen. Farra druckste in Vancouver ein bisschen herum und sagte, die Behandlung mit Chip sei nicht unbedingt teurer als die bisherige. „Die Behandlung mit diesem Medikament ist aber überhaupt sehr teuer“, sagt der Osteoporose-Spezialist Wilhelm Krone vom Uniklinikum Köln. In Deutschland sei das nur ein Ausweich-Medikament, wenn die Standardbehandlung mit Bisphospat &#8211; das man als Tabletten schlucken kann &#8211; nicht wirke.</p>
<h3>Trotzdem: Es gibt billigere Methoden, die Patienten zu erziehen</h3>
<p>Wenn sich die Hoffnungen der Entwickler der Firma Microchips erfüllen, sind ihre Geräte in fünf Jahren zugelassenen. Dann wollen sie die Implantate auch für Medikamente gegen Multiple Sklerose testen. Eines Tages sollen Sensoren eingebaut werden, die Blutwerte messen und auf deren Signal hin Medikamente abgeben.</p>
<p>Wolfgang Krone steht den Chips skeptisch gegenüber. Natürlich sei es eine schöne Vorstellung, die Medikamentenvergabe bei den Patienten steuern zu können. Allerdings gebe es billigere Methoden. Mit Tabletten oder Spritzen, die ein Datum tragen, könne man Vergesslichkeit mindern, mit ausgiebigen Gesprächen die Einstellung der Patienten gegenüber dem Medikament verbessern. An Herzschrittmachern sehe man ja, wie teuer programmierbare Implantate seien. Diese kosten zwischen 1.000 und 20.000 Euro, je nach Komplexität. „Ich sehe nicht&#8221;, sagt Kone, &#8220;wie die Forscher den europäischen Krankenkassen einmal erklären wollen, dass solche Anschaffungen nötig sind.“</p>
<p>Die ausführlichen Ergebnisse der Forscher sind im <a href="http://stm.sciencemag.org/content/early/2012/02/15/scitranslmed.3003276" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/stm.sciencemag.org/content/early/2012/02/15/scitranslmed.3003276?referer=');">Magazin Translational Medicine</a> nachzulesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Artikel wurde ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Aufmacher: microchips</h6>
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		<title>Betreff: Abschiedsbrief</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 23:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nina Himmer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Weeklies]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstmord]]></category>
		<category><![CDATA[Suizid]]></category>
		<category><![CDATA[U25]]></category>

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		<description><![CDATA[Erhängen, Erschießen, Überdosis: In Onlineforen geben Jugendliche einander Tipps, wie sie sich effizient umbringen können. Rund 600 machten im letzten Jahr Ernst. Eine Gruppe junger Menschen aus Freiburg kämpft mit E-Mails gegen die Selbstmorde an. Die Sache mit dem Kopfschuss beschäftigt an diesem Abend die meisten...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<h4 id="internal-source-marker_0.35092009836807847" dir="ltr">Erhängen, Erschießen, Überdosis: In Onlineforen geben Jugendliche einander Tipps, wie sie sich effizient umbringen können. Rund 600 machten im letzten Jahr Ernst. Eine Gruppe junger Menschen aus Freiburg kämpft mit E-Mails gegen die Selbstmorde an.<span id="more-6529"></span></h4>
<p dir="ltr">Die Sache mit dem Kopfschuss beschäftigt an diesem Abend die meisten User im Forum. Ob man dabei noch Schmerzen spüre, will jemand wissen. Die Liste der Antworten wird im Minutentakt länger. „Wenn du richtig zielst, wirst du nicht mal mehr den Schuss hören“, steht da rot auf schwarz, oder: „Im Idealfall kommt das Hirn nicht mehr dazu, den Schmerz zu realisieren.“ Auch einige lakonische Warnungen sind dabei. „Ein Kopfschuss ist nicht immer sofort oder überhaupt tödlich. Und dann gibt&#8217;s garantiert mächtige Kopfschmerzen.“</p>
</div>
<p>Solche Foren können am Tod junger Menschen schuld sein, denkt der Münchener Suizidforscher Thomas Bronisch. Das Internet könne bei Jugendlichen mit Suizidgedanken den letzten, tödlichen Impuls geben. „Foren, in denen Selbsttötung glorifiziert wird, können labilen Jugendlichen suggerieren, das sei der einzige Ausweg”, sagt Bronisch.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 180px"><a href="http://public.tableausoftware.com/views/SuizidDeutschland/Dashboard1?:embed=yes&amp;:toolbar=yes&amp;:tabs=no" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/public.tableausoftware.com/views/SuizidDeutschland/Dashboard1?_embed=yes_amp_toolbar=yes_amp_tabs=no&amp;referer=');"><img class="size-thumbnail wp-image-6623 " title="Suizide deutscher Jugendliche ab 1980 mit Erklärung" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2011/11/New-Picture1-150x109.jpg" alt="Suizide deutscher Jugendliche ab 1980 mit Erklärung" width="170" height="100" /></a><p class="wp-caption-text">Suizide deutscher Jugendliche ab 1980 mit Erklärung</p></div>
<p>&#8220;Wir können aus den Statistiken zwar nicht herauslesen, ob diese Foren Selbstmorde fördern, aber öffentliche Diskussionen von Suiziden provozieren immer Nachahmer&#8221;, sagt der Experte. Das Internet, es sei für Suizidgefährdete Fluch und Segen gleichermaßen. Denn neben Anleitungen für Suizide finden Betroffene online auch Hilfe und Beratung.</p>
<h3>[U25]-Jugendliche kümmern sich um ihre suizidgefährdeten Altersgenossen</h3>
<p>Ein ungewöhnliches Konzept ist dabei in den letzten Jahren besonders aufgefallen: [U25], ein Angebot des Arbeitskreis Leben in Freiburg. Dort kümmern sich junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren um suizidgefährdete Altersgenossen &#8211; per Mail. Wer nicht mehr weiter weiß mit dem eigenen Leben, kann seine Probleme anonym den ehrenamtlichen Krisenberatern anvertrauen. Hilfe landet direkt im Postfach&#8221;Missbrauchserfahrungen, selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, Depressionen oder Mobbing &#8211; die Liste der Anliegen ist lang&#8221;, sagt Solveig Rebholz, die als Sozialpädagogin bei [U25] arbeitet. Auch wenn die Mailberatung fast alleine in den Händen der Jugendlichen liegt, so brauchen diese doch fachkundige Unterstützung. &#8220;Wir wählen die Berater sorgfältig aus und bereiten sie intensiv auf ihre Aufgabe vor&#8221;, sagt Rebholz.</p>
<div id="attachment_7260" class="wp-caption alignleft" style="width: 138px"><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2011/12/jenny2.jpg"><img class="size-full wp-image-7260" title="Jenny, 23 Jahre" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2011/12/jenny2.jpg" alt="Jenny, 23 Jahre" width="128" height="170" /></a><script type='text/javascript'>_wpaudio.enc['wpaudio-4f45cca1b1d01'] = '\u0068\u0074\u0074\u0070\u003a\u002f\u002f\u0077\u0077\u0077\u002e\u006b\u006c\u0061\u0072\u0074\u0065\u0078\u0074\u002d\u006d\u0061\u0067\u0061\u007a\u0069\u006e\u002e\u0064\u0065\u002f\u0034\u0039\u0041\u002f\u0077\u0070\u002d\u0063\u006f\u006e\u0074\u0065\u006e\u0074\u002f\u0075\u0070\u006c\u006f\u0061\u0064\u0073\u002f\u0032\u0030\u0031\u0031\u002f\u0031\u0032\u002f\u004a\u0053\u0063\u0068\u0077\u0065\u006c\u006c\u0065\u002e\u006d\u0070\u0033';</script><a id='wpaudio-4f45cca1b1d01' class='wpaudio wpaudio-nodl wpaudio-enc' href='#'>Sind Suizidforen gefährlich?</a> <script type='text/javascript'>_wpaudio.enc['wpaudio-4f45cca1b442c'] = '\u0068\u0074\u0074\u0070\u003a\u002f\u002f\u0077\u0077\u0077\u002e\u006b\u006c\u0061\u0072\u0074\u0065\u0078\u0074\u002d\u006d\u0061\u0067\u0061\u007a\u0069\u006e\u002e\u0064\u0065\u002f\u0034\u0039\u0041\u002f\u0077\u0070\u002d\u0063\u006f\u006e\u0074\u0065\u006e\u0074\u002f\u0075\u0070\u006c\u006f\u0061\u0064\u0073\u002f\u0032\u0030\u0031\u0031\u002f\u0031\u0032\u002f\u004a\u0042\u0069\u006c\u0064\u0069\u006d\u004b\u006f\u0070\u0066\u002e\u006d\u0070\u0033';</script><a id='wpaudio-4f45cca1b442c' class='wpaudio wpaudio-nodl wpaudio-enc' href='#'>Wie stellst du dir die Menschen vor, denen du schreibst?</a><p class="wp-caption-text">Jenny, 23 Jahre</p></div>
<p dir="ltr">Fünf Monate dauert die Ausbildung, in der die Jugendliche nicht nur psychologisches und pädagogisches Basiswissen lernen, sondern auch in Rollenspielen und mit Probemails üben, wie sie helfen können. Einige von ihnen haben selbst Krisenerfahrung, waren einmal suizidgefährdet oder haben erlebt, wie sich Freunde oder Verwandte das Leben nahmen. 20 bis 30 Jugendliche bewerben sich pro Jahr bei [U25], zehn bleiben am Ende  dabei. Momentan tippen etwa 40 Aktive jede Woche Antworten auf eingehende Mails, jeder Betreuer von [U25] kümmert sich um zwei oder drei ratsuchende Jugendliche. Mehr geht nicht, aber mehr wäre nötig, denn: Es melden sich viel mehr Verzweifelte, als die Betreuer unterstützen könnten. &#8220;Wir kommen vorne und hinten nicht nach&#8221;, sagt Rebholz. Allein im vergangenen Jahr mussten sie 1400 Anfragen ablehnen. Immerhin 253 Mädchen und Jungen wurden begleitet.</p>
<p dir="ltr">Zum Beispiel von Christine. Die 20-jährige Studentin hat schon während der Schulzeit begonnen, sich um suizidale Jugendliche zu kümmern. &#8220;Das ist schon manchmal schwierig&#8221;, sagt sie, &#8220;doch man lernt, damit umzugehen.&#8221; Die Anonymität, die es den Betroffenen erleichtert sich an [U25] zu wenden, schützt gleichzeitig auch die Berater. Zum Beispiel dann, wenn die Mails eines akut Suizidgefährdeten auf einmal</p>
<div id="attachment_7261" class="wp-caption alignright" style="width: 173px"><img class="size-full wp-image-7261" title="Christine, 20 Jahre" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2011/12/christine12.jpg" alt="Christine, 20 Jahre" width="163" height="194" /><script type='text/javascript'>_wpaudio.enc['wpaudio-4f45cca1b6b35'] = '\u0068\u0074\u0074\u0070\u003a\u002f\u002f\u0077\u0077\u0077\u002e\u006b\u006c\u0061\u0072\u0074\u0065\u0078\u0074\u002d\u006d\u0061\u0067\u0061\u007a\u0069\u006e\u002e\u0064\u0065\u002f\u0034\u0039\u0041\u002f\u0077\u0070\u002d\u0063\u006f\u006e\u0074\u0065\u006e\u0074\u002f\u0075\u0070\u006c\u006f\u0061\u0064\u0073\u002f\u0032\u0030\u0031\u0031\u002f\u0031\u0032\u002f\u0061\u0062\u0073\u0063\u0068\u0061\u006c\u0074\u0065\u006e\u002e\u006d\u0070\u0033';</script><a id='wpaudio-4f45cca1b6b35' class='wpaudio wpaudio-nodl wpaudio-enc' href='#'>Wie gehst du mit der Belastung um?</a> <script type='text/javascript'>_wpaudio.enc['wpaudio-4f45cca1b923e'] = '\u0068\u0074\u0074\u0070\u003a\u002f\u002f\u0077\u0077\u0077\u002e\u006b\u006c\u0061\u0072\u0074\u0065\u0078\u0074\u002d\u006d\u0061\u0067\u0061\u007a\u0069\u006e\u002e\u0064\u0065\u002f\u0034\u0039\u0041\u002f\u0077\u0070\u002d\u0063\u006f\u006e\u0074\u0065\u006e\u0074\u002f\u0075\u0070\u006c\u006f\u0061\u0064\u0073\u002f\u0032\u0030\u0031\u0032\u002f\u0030\u0031\u002f\u0065\u006c\u0074\u0065\u0072\u006e\u002e\u006d\u0070\u0033';</script><a id='wpaudio-4f45cca1b923e' class='wpaudio wpaudio-nodl wpaudio-enc' href='#'>Was ist für dich am schlimmsten?</a><p class="wp-caption-text">Christine, 20 Jahre</p></div>
<p dir="ltr">ausbleiben. &#8220;Unwissenheit kann auch gut sein. Wir bauen zwar eine tiefe Beziehung auf, aber eben keine zu persönliche. So bleibt etwas Distanz, die gut tut&#8221;, sagt die 20-Jährige. Bei der Beratung seien vor allem Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt. &#8220;Viele wollen gar nicht hören, dass es eine Chance für sie gibt. Dass man sie mag, dass sie etwas wert sind.&#8221; Christine schreibt es ihnen trotzdem. Immer wieder.</p>
<h3 dir="ltr">“Ich brauche dich jetzt nicht mehr”</h3>
<p dir="ltr">Aber es gibt auch viele Erfolgsgeschichten. Wenn einer schreibt &#8220;Vielen Dank, aber ich brauche dich jetzt nicht mehr&#8221;, &#8220;es geht mir wieder besser&#8221;, oder &#8220;ich habe mir professionelle Hilfe gesucht&#8221;, dann wissen die Berater, dass sich ihre Arbeit gelohnt hat. Steffi, ebenfalls 20, erinnert sich an einen sehr langen Kontakt. Zwei Jahre hat sie ein Mädchen betreut. &#8220;Ich hab mir den ganzen Mailverlauf dann noch einmal durchgelesen und es war beeindruckend zu sehen, wie sich ihr Verhalten geändert hat.&#8221; Auch wenn sie zwischendurch immer wieder schlechte Phasen gehabt habe, habe die junge Frau gegen Ende viel stabiler gewirkt und sogar eine Therapie angefangen. Manche Menschen können allein durch die Beratung per Mail ihre Krise überwinden.</p>
<div id="attachment_7262" class="wp-caption alignleft" style="width: 180px"><img class="size-full wp-image-7262" title="Steffi, 20 Jahre" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2011/12/steffi1.jpg" alt="Steffi, 20 Jahre" width="170" height="128" /><script type='text/javascript'>_wpaudio.enc['wpaudio-4f45cca1bb945'] = '\u0068\u0074\u0074\u0070\u003a\u002f\u002f\u0077\u0077\u0077\u002e\u006b\u006c\u0061\u0072\u0074\u0065\u0078\u0074\u002d\u006d\u0061\u0067\u0061\u007a\u0069\u006e\u002e\u0064\u0065\u002f\u0034\u0039\u0041\u002f\u0077\u0070\u002d\u0063\u006f\u006e\u0074\u0065\u006e\u0074\u002f\u0075\u0070\u006c\u006f\u0061\u0064\u0073\u002f\u0032\u0030\u0031\u0031\u002f\u0031\u0032\u002f\u0053\u0074\u0065\u0066\u0066\u0069\u0048\u0065\u0072\u0072\u0069\u006e\u0074\u0075\u0069\u0074\u0069\u0076\u002e\u006d\u0070\u0033';</script><a id='wpaudio-4f45cca1bb945' class='wpaudio wpaudio-nodl wpaudio-enc' href='#'>Woher weißt du, was du antwortest?</a> <script type='text/javascript'>_wpaudio.enc['wpaudio-4f45cca1be05d'] = '\u0068\u0074\u0074\u0070\u003a\u002f\u002f\u0077\u0077\u0077\u002e\u006b\u006c\u0061\u0072\u0074\u0065\u0078\u0074\u002d\u006d\u0061\u0067\u0061\u007a\u0069\u006e\u002e\u0064\u0065\u002f\u0034\u0039\u0041\u002f\u0077\u0070\u002d\u0063\u006f\u006e\u0074\u0065\u006e\u0074\u002f\u0075\u0070\u006c\u006f\u0061\u0064\u0073\u002f\u0032\u0030\u0031\u0031\u002f\u0031\u0032\u002f\u0053\u0074\u0065\u0066\u0066\u0069\u0048\u0065\u0072\u0072\u0049\u006e\u0074\u0065\u0072\u006e\u0065\u0074\u0070\u0065\u0072\u0066\u0065\u006b\u0074\u002e\u006d\u0070\u0033';</script><a id='wpaudio-4f45cca1be05d' class='wpaudio wpaudio-nodl wpaudio-enc' href='#'>Was ist der Vorteil an Mailberatung?</a><p class="wp-caption-text">Steffi, 20 Jahre</p></div>
<p dir="ltr">Andere haben so schwerwiegende Probleme, dass sie unbedingt auch eine Therapie brauchen. &#8220;Da haben wir eine Brückenfunktion&#8221;, sagt Solveig Rebholz, &#8220;in manchen Fällen versuchen wir, passende Therapieangebote und Anlaufstellen zu vermitteln.&#8221; Suizidforscher Thomas Bronisch sieht das ähnlich. Gerade wenn eine tiefe Lebenskrise, Sucht oder psychische Krankheit die Ursache für den Suizidwunsch sei, komme man um eine persönliche, professionelle Behandlung meist nicht herum.</p>
<p dir="ltr">Den Ansatz, den [U25] verfolgt, findet der Experte vielversprechend. Dass die Ansprechpartner aus der gleichen Altersgruppe wie die Betroffenen stammen, sieht er als großen Vorteil. Zusammen mit der Anonymität des Internets seien die Möglichkeiten für eine erste Kontaktaufnahme ideal, die Hemmschwelle niedrig. &#8220;Wir müssen den suizidfördernden Foren noch viel mehr solcher Beratungsangebote entgegensetzen&#8221;, fordert er.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/xeqLpoLCHmY" frameborder="0" width="470" height="290"></iframe></p>
<h6 dir="ltr">Foto: Angelo González http://www.flickr.com/photos/ag2r/4437697015/ und privat</h6>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wii Bitte? Senioren Und Die Fuchtel-Konsole</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 06:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich Leist</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Weeklies]]></category>
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		<description><![CDATA[Computerspiele sind nur was für Kids? Nicht in München: Im Altenheim St. Alfons spielen die Senioren alle zwei Wochen Bowling &#8211; auf der Nintendo Wii. Wir haben sie dabei fotografiert. Der Beamer steht auf einem kleinen Tisch mit Häckeldecke, dahinter die Wii-Konsole. Auf der Leinwand...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Computerspiele sind nur was für Kids? Nicht in München: Im Altenheim St. Alfons spielen die Senioren alle zwei Wochen Bowling &#8211; auf der Nintendo Wii. Wir haben sie dabei fotografiert.</h4>
<p><strong></strong><span id="more-5798"></span>Der Beamer steht auf einem kleinen Tisch mit Häckeldecke, dahinter die Wii-Konsole. Auf der Leinwand leuchtet schon das Menü, jemand wählt Bowling aus. Gleich werden neuen der Bewohner des Münchner Altenheim St. Alfons per Fernbedienung Sport treiben. Sie sind zwischen 73 und 92 Jahren alt. 2010 nahmen sie an der Deutschen Seniorenmeisterschaft im Wii-Bowling teil. Das Team wurde auf Anhieb deutscher Vizemeister. Der Preis: eine eigene Konsole von Nintendo. Auf der trainieren die Senioren alle zwei Wochen &#8211; nicht unbedingt für die nächste Meisterschaft, sondern weil es ihnen einfach Spaß macht.</p>
<h6><ul id="myGallery_2" class="galleryview"><li><img src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/gallery/wii/130711_0012_wiisenioren.jpg" alt="Josef Tietze" class="full" />  <span class="panel-overlay"> <h2>Josef Tietze</h2><p>Josef Tietze ist mit 92 Jahren der älteste Spieler in der Gruppe.</p></span></li><li><img src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/gallery/wii/wii_1.jpg" alt="Anna Hammel-Roschia" class="full" />  <span class="panel-overlay"> <h2>Anna Hammel-Roschia</h2><p>Anna Hammel-Roschia (90) verpasst selten eine Gelegenheit zum Bowlen.</p></span></li><li><img src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/gallery/wii/wii_10.jpg" alt="Gruppenfoto mit Konsole und Beamer" class="full" />  <span class="panel-overlay"> <h2>Gruppenfoto mit Konsole und Beamer</h2><p>Die Wii-Gruppe des Altenheim St. Alfons nach erfolgreichem Training.</p></span></li><li><img src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/gallery/wii/wii_2.jpg" alt="Franz Probst" class="full" />  <span class="panel-overlay"> <h2>Franz Probst</h2><p>Franz Probst (91) war früher Feuerwehrmann. Heute ist er Vize-Meister im Seniorenbowling auf der Wii.</p></span></li><li><img src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/gallery/wii/wii_3.jpg" alt="Hildegard Filus" class="full" />  <span class="panel-overlay"> <h2>Hildegard Filus</h2><p>Hildegard Filus (87) hat daneben geworfen. So schön kann man sich ärgern.</p></span></li><li><img src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/gallery/wii/wii_4.jpg" alt="Franziska Geiss" class="full" />  <span class="panel-overlay"> <h2>Franziska Geiss</h2><p>Franziska Geiss (80) hat früher Briefe ausgetragen.</p></span></li><li><img src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/gallery/wii/wii_5.jpg" alt="Helena Egger" class="full" />  <span class="panel-overlay"> <h2>Helena Egger</h2><p>Helena Egger (80) spielt oft mit Franziska Geiss im Team.</p></span></li><li><img src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/gallery/wii/wii_8.jpg" alt="Mathilde Griebl" class="full" />  <span class="panel-overlay"> <h2>Mathilde Griebl</h2><p>Mathilde Griebl ist mit 73 Jahren der Junior im Team.</p></span></li><li><img src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/gallery/wii/wii_9.jpg" alt="Ludowika Sander" class="full" />  <span class="panel-overlay"> <h2>Ludowika Sander</h2><p>Ludowika Sander (85) in klassischer Wii-Bowling-Pose.</p></span></li><li><img src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/gallery/wii/wii_7.jpg" alt="Hedwig Gurol" class="full" />  <span class="panel-overlay"> <h2>Hedwig Gurol</h2><p>Hedwig Gurol (85) haut oft alle um. Spätestens im zweiten Wurf.</p></span></li> </ul><script type="text/javascript">
            jQuery(document).ready(function($) {
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<a href="http://www.gurian.de/portfolios.html" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.gurian.de/portfolios.html?referer=');">Fotos: Erol Gurian</a></h6>
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		<title>Der gläserne Boarder</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 07:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Pfaffinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<category><![CDATA[Burton]]></category>
		<category><![CDATA[computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Nokia]]></category>
		<category><![CDATA[pushsnowboarding]]></category>
		<category><![CDATA[Snowboard]]></category>

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		<description><![CDATA[Bald gibt es im Snowboarden kein Erfolgsgeheimnis mehr. Denn das Unsichtbare im Sport wird sichtbar. Das verspricht eine App, die Snowboarder genau überwacht: Wie schnell einer fährt, wohin er sein Gewicht verlagert – sogar was er fühlt. Ich sehe Peetus Herz schlagen. Es ist rot...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Bald gibt es im Snowboarden kein Erfolgsgeheimnis mehr. Denn das Unsichtbare im Sport wird sichtbar. Das verspricht eine App, die Snowboarder genau überwacht: Wie schnell einer fährt, wohin er sein Gewicht verlagert – sogar was er fühlt.<span id="more-6883"></span></h4>
<p>Ich sehe Peetus Herz schlagen. Es ist rot mit einem schwarzen Kern, es pulsiert. Und es ist vom Computer animiert. Das Comic-Herz soll mir zeigen, wie das Organ des Profi-Snowboarders Peetu Piiroinen Blut durch seinen Körper pumpt, wie es schneller und langsamer schlägt, während Piiroinen meterweit durch die Luft springt.</p>
<p>Sichtbar macht das eine Smartphone-App. Sie heißt „Push Snowboarding“ und ist ein gemeinsames Projekt von Nokia und Burton. Der Telefonhersteller und die Snowboardmarke arbeiten seit 2009 daran, bisher ist die App nur ein Prototyp.</p>
<h3>Gefühle messen wie beim Lügendetektor</h3>
<p>Die Software stützt sich auf Messungen am Snowboarder selbst. Der trägt Sensoren am Arm und an der Brust, an den Schuhen und am Board. Die digitale Technik wird in seine Kleidung eingebaut. Während der Fahrt messen sie Geschwindigkeit, die Lage des Boards, den Herzschlag, den Druck auf das Board und den Rush-Faktor. Der soll zeigen, was der Snowboarder bei der Abfahrt fühlt und so den Kick sichtbar machen. Gemessen wird er über die elektrische Leitfähigkeit der Haut. Lügendetektortests nutzen die gleichen Signale.</p>
<p>Nach der Fahrt werten die Snowboarder die Daten aus. Die Zahlenreihen können dann visualisiert werden, wie in diesem Video des Pro-Riders Peetu Piiroinen:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/Xxnnxl44SlQ" frameborder="0" width="470" height="264"></iframe></p>
<p>Das sieht vor allem nach einer Spielerei aus, könnte den Sport aber tatsächlich verändern. Zum einen, weil die Fahrer durch die Analyse der Daten neue Trainingsmöglichkeiten haben. Sie können Abfahrten und Tricks nach objektiven Maßstäben auswerten und dadurch Schwachstellen besser erkennen. Die Daten zeigen, wo sie das Board belastet und wie sie es gedreht haben. Sie können sich auch an den eigenen Leistungen messen, zum Beispiel, indem aus den Daten ihrer guten Läufe ein bestmöglicher Ride simuliert wird. Gegen diese virutellen Ghost Rider kann der Fahrer dann antreten. Durch eine Weiterentwicklung könnte der Gegner aus den eigenen Daten sogar auf einem Display in der Skibrille eingeblendet werden.</p>
<p>Aber auch die Wahrnehmung der sportlichen Leistungen wird sich ändern. Wettbewerbsrichter könnten ab sofort nicht mehr nur sichtbare Kriterien bewerten, sondern ihr Urteil auch auf Daten stützen. Dadurch könnten sie Leistungen umfassender vergleichen.</p>
<h3>Kritiker fürchten um den Zauber des Sports</h3>
<p>Das Push Snowboarding reiht sich ein in den Bereich der „Wearable Technologies“, der Technik zum Anziehen. Bisher ist die Branche vor allem auf die Bereiche Sport und Freizeit spezialisiert. Auch im Snowboarding gab es bereits Ansätze wie Sensoren in Rucksäcken und Displays in Skibrillen. Innovationen könnten demnächst aus einem anderen wichtigen Feld der „Wearable Technologies“ kommen: der Medizin. Dort werden unter Schlagworten wie „Ambient Medicine“ und „Health to go“ Systeme entwickelt, die Risikopatienten bequem am Körper tragen können und so ihre Gesundheitswerte in Echtzeit überwachen lassen. Messmethoden aus diesem Bereich könnten auch bei Boardern angewendet werden. Dann würde man immer genauer wissen, was im Körper der Sport-Profis vorgeht. Das Ergebnis wäre der gläserne Boarder.</p>
<p>Aber nicht alle wollen das. Kritiker des &#8220;Push Snowboarding&#8221; begreifen ihren Sport als ein Erlebnis, das nicht in Zahlen zu fassen ist. Mit der Analyse jeder einzelnen Bewegung mache man den Zauber des Snowboardens kaputt, sagen sie. Und die Bewertung des Sports nach messbaren Werten berge auch die Gefahr, vor lauter Zahlen die Eleganz der Tricks zu übersehen.</p>
<p>Ohnehin sind die Daten noch eher dürftig. Die Tabellen der Fahrer, die man im Internet findet, zeigen Werte, die nur aus Messfehlern entstanden sein können. Zum Beispiel eine Herzfrequenz von neun Schlägen pro Minute. Seltsam auch: der Rush-Faktor, der die Erregung des Fahrers misst, steigt nach der Fahrt auf Höchstwerte. Dann, wenn der Fahrer durchschnauft und auf den Lift wartet. Misst man überhaupt das Richtige?</p>
<p>Die Pro-Rider warten zudem noch darauf, dass die Daten genauer und sinnvoll visualisiert werden. Bisher sehen die Auswertungen noch wie Szenen aus früheren Konsolenspielen aus. Genau aus dieser Branche könnte allerdings Hilfe kommen: Für die Spiele-Industrie sind die Daten aus dem &#8220;Push Snowboarding&#8221; sehr wertvoll. Die Daten helfen den Programmierern zum Beispiel, Spielcharaktere zu animieren oder das Verhalten des virtuellen Boards realistischer zu machen. Genauere Auswertungen und Visualisierungen für die Profi-Boarder könnten ein Nebenprodukt der Game-Entwicklung sein.</p>
<p>Die Open-Source-Community nutzt die Push Snowboarding Daten bisher eher spielerisch. Zum Beispiel für <a title="Push Snowboarding Visualization" href="http://vimeo.com/21756543" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/vimeo.com/21756543?referer=');">Boarder-Videos, in denen die Daten filmische Effekte steuern</a>. Das sind erste Ansätze, an der Bedeutung der Entwicklung gehen sie aber vorbei. Für die einen wird der Snowboard-Sport dadurch revolutioniert. Für die anderen entzaubert.</p>
<h6>Foto: TimOve/Flickr</h6>
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		<title>Wie Digital-Profis zu Trollen werden</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 06:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rico Grimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA["liebe netzgemeinde"]]></category>
		<category><![CDATA[#ansgarfilm]]></category>
		<category><![CDATA[#hivelingfacts]]></category>
		<category><![CDATA[ansgar]]></category>
		<category><![CDATA[cdu]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Stöcker]]></category>
		<category><![CDATA[heveling]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Nerz]]></category>
		<category><![CDATA[Troll]]></category>

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		<description><![CDATA[Piratenpartei, Twitter-Gemeinde, Spiegel Online: Ansgar Heveling wird mit Spott überschüttet. Aber gerade die digitalen Meinungsführer vergessen die oberste Regel im Umgang mit Trollen, kommentiert Rico Grimm. Deutschland hat einen neuen Ober-Troll: Ansgar Heveling. Heveling ist CDU-Abgeordneter im Bundestag und Mitglied in der Enquete-Kommission „Internet und...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Piratenpartei, Twitter-Gemeinde, Spiegel Online: Ansgar Heveling wird mit Spott überschüttet. Aber gerade die digitalen Meinungsführer vergessen die oberste Regel im Umgang mit Trollen, kommentiert Rico Grimm.<span id="more-7736"></span></h4>
<p>Deutschland hat einen neuen Ober-Troll: Ansgar Heveling. Heveling ist CDU-Abgeordneter im Bundestag und Mitglied in der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“. <span> </span></p>
<p>Wie konnte dieser bis dato völlig unbekannte Mann der neue Ober-Troll werden? Ansgar Heveling schrieb einen wirren, rhetorisch völlig überdrehten Gastbeitrag für das Handelsblatt. Darin sagt er voraus, dass das „Web 2.0“ bald Geschichte sein und die „Netzgemeinde den Kampf verlieren wird.“ Argumente, Fakten, sachliche Positionen finden sich in seinem Beitrag kaum.</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/posse-um-cdu-politiker-heveling-wie-boese-ist-das-internet-1.1271331" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.sueddeutsche.de/digital/posse-um-cdu-politiker-heveling-wie-boese-ist-das-internet-1.1271331?referer=');">Im Gespräch mit der SZ</a> konkretisiert er später immerhin seine prinzipielle Sicht auf die Dinge: Es gebe einen „Kampf zwischen der schönen neuen digitalen Welt und dem realen Leben. Während die <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Native" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Digital_Native?referer=');">digital natives</a></em> den realen Menschen zum Dinosaurier erklären, vergessen sie dabei, dass es sich bei dieser Lebensform um die große Mehrheit der Menschen handelt.“ Aber das wird in seinem Beitrag nicht deutlich. Ansgar Heveling will darin nur provozieren, er sucht Ärger. Er trollt.</p>
<h3>Einer trollt und die Netzgemeinde reagiert in gewohnter Art</h3>
<p>Und was macht die Netzgemeinde? Ganz pflichtschuldig reagiert sie im gewohnten Muster: Shitstorm, #ansgarfilme, #hevelingfacts, Häme. Auch ich habe einen Tweet dazu abgesetzt und habe mich amüsiert, aber beim zweiten Nachdenken blieb mir das Lachen im Halse stecken. Denn was macht man eigentlich mit Trollen? Du ignorierst sie. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_%28Netzkultur%29" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Troll_28Netzkultur_29?referer=');">Dont feed the troll</a>. Wenn du das nicht tust, fühlen sie sich bestätigt und trollen weiter, ohne Fakten und Verstand. Also blieb der eine Tweet von mir der einzige.</p>
<p>Aber es gibt Akteure in der digitalen Öffentlichkeit, die sich Fakten und Verstand auf den Schirm geschrieben haben: Journalisten und Piraten. Qua Selbstverständnis sind sie Profis der (digitalen) Kommunikation, den Fakten verpflichtet.</p>
<p>Christian Stöcker ist Ressortleiter<em> </em>Netzwelt bei <em>Spiegel Online</em> und <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,812249,00.html" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0_1518_812249_00.html?referer=');">schreibt</a>: „<em>[In der Enquete-Kommission] ist er offenbar fehl am Platz, denn, wie sich jetzt herausstellt, hat Ansgar Heveling für das Internet nicht viel übrig, von der digitalen Gesellschaft ganz zu schweigen.“</em><em><span style="font-style: normal;"> Stöcker glaubt scheinbar, dass es Voraussetzung für ein Enquete-Mitglied wäre zu dem jeweiligen verhandelten Thema eine grundsätzliche positive Einstellung zu haben. Dabei ist Stöcker nicht allein. <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/posse-um-cdu-politiker-heveling-wie-boese-ist-das-internet-1.1271331" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.sueddeutsche.de/digital/posse-um-cdu-politiker-heveling-wie-boese-ist-das-internet-1.1271331?referer=');">Stefan Plöchinger, Chefredakteur von </a></span><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/posse-um-cdu-politiker-heveling-wie-boese-ist-das-internet-1.1271331" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.sueddeutsche.de/digital/posse-um-cdu-politiker-heveling-wie-boese-ist-das-internet-1.1271331?referer=');">süddeutsche.de</a></em><em><span style="font-style: normal;"><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/posse-um-cdu-politiker-heveling-wie-boese-ist-das-internet-1.1271331" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.sueddeutsche.de/digital/posse-um-cdu-politiker-heveling-wie-boese-ist-das-internet-1.1271331?referer=');">, sieht es ähnlich</a>. </span></em><em></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;">In dieser Logik hätte etwa die Enquete-Komission <a href="http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/11_bt_ek_schutz_erdatmosphaere_659.htm" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.nachhaltigkeit.info/artikel/11_bt_ek_schutz_erdatmosphaere_659.htm?referer=');"><span>„Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre</span></a>“ nur von grünen Politikern besetzt werden dürfen. Der Sinn einer Enquete-Kommission ist aber, dass sie Politik-Vorschläge ausarbeitet, die von einer breiten Mehrheit getragen werden können. Diese Vorschläge kann es nur geben, wenn Rede und Gegenrede zugelassen werden.</span></em></p>
<h3>Diese Art von Heveling-Bashing vertieft die digitale Kluft</h3>
<p><em><span style="font-style: normal;">Stöcker schreibt weiter: „</span>Heveling aber scheint den Eindruck gewonnen zu haben, eine moderne, konservative Netzpolitik bestehe vor allem darin, die Branchenverbände der Unterhaltungsindustrie vorbehaltlos zu unterstützen.“</em><em><span style="font-style: normal;"> Warum Heveling überhaupt eine </span>moderne</em><em><span style="font-style: normal;"> Netzpolitik vertreten sollte, verrät Stöcker nicht. Das scheint für ihn völlig selbstverständlich zu sein. Aber nirgendwo steht, dass Politik modern sein soll. Im Gegenteil, zahllose politische Parteien gewannen ihre Kraft aus ihrer unmodernen Gesellschaftsauffassung. </span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;">Bei der Piratenpartei ist das Heveling-Bashing kaum schlüssiger. Christopher Lauer, Pirat im Berliner Abgeordnetenhaus, twittert  ein Bild, auf dem die Website von Heveling zu sehen ist und der Spruch: „Es grüßt Christopher Lauer“. Inzwischen hat er den Tweet und das Bild gelöscht. Ganz aus dem Netz verschwunden <a href="http://friendfeed.com/twitteretikettpiraten/e31620c0/rt-schmidtlepp-hihi-find-ich-gut-dass-heveling" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/friendfeed.com/twitteretikettpiraten/e31620c0/rt-schmidtlepp-hihi-find-ich-gut-dass-heveling?referer=');">ist der Tweet aber noch nicht</a>. Marina Weisband, die politische Geschäftsführerin der Partei, linkt immerhin nicht zu Hevelings Text, <a href="https://twitter.com/?tw_e=details&amp;tw_i=163976261503418370&amp;tw_p=tweetembed#!/Afelia/statuses/163976261503418370" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/twitter.com/?tw_e=details_amp_tw_i=163976261503418370_amp_tw_p=tweetembed_/Afelia/statuses/163976261503418370&amp;referer=');">twittert</a> aber: &#8220;Ich habe mich allerdings ömmelig gelacht.&#8221; Der <a href="http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung/nerz-zu-heveling-v%25C3%25B6lligem-unverst%25C3%25A4ndnis-der-heutigen-gesellschaft" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.piratenpartei.de/Pressemitteilung/nerz-zu-heveling-v_25C3_25B6lligem-unverst_25C3_25A4ndnis-der-heutigen-gesellschaft?referer=');">Bundesvorsitzende Sebastian Nerz </a>wiederum macht einen sachlichen Fehler, in dem er den Parlamentarier Heveling zu einem Teil der Regierung macht (was verzeihbar ist) und sich in einem ätzenden Tonfall darüber wundert -<span>  </span>na klar &#8211; wie den Heveling Mitglied der Enquete-Kommission sein könne. </span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;">Um es zusammenzufassen: Wenn es Ansgar Heveling um irgendetwas ging, dann um die digitale Spaltung der Gesellschaft. Und was fordern profilierte Digital-Journalisten und der Bundesvorsitzende der Piratenpartei? Dass Heveling die Enquete-Kommission verlässt. Damit würde der Graben nur tiefer werden. Denn so würde Heveling die Möglichkeit genommen, auf diese Politik Einfluss zu nehmen &#8211; und würde noch wütender werden.<br />
</span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;">Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die digitalen Meinungsführer das tun, was man mit einem Troll macht: ihn ignorieren. Zeit.de etwa hat nicht eine Zeile zu dem Gastbeitrag von Heveling verfasst. Und wenn die Meinungsführer doch etwas dazu sagen müssen, dann ruhig und besonnen ohne die Stimmung  noch weiter anzuheizen. Eigentlich ist es ganz einfach: Sie sollen nicht zurücktrollen. </span></em></p>
<h6>Aufmacher: b<a href="http://www.flickr.com/photos/baggis/5976784017/sizes/in/photostream/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.flickr.com/photos/baggis/5976784017/sizes/in/photostream/?referer=');">aggis/flickr</a></h6>
<p><em>Folge Rico auf Twitter</em></p>
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		<title>Die Anti-Guttenberg-Partei</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 12:25:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Victor Münch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Marina Weisband]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Egal, was andere sagen, der Rückzug von Marina Weisband wird den Piraten nicht schaden. Denn diese Partei funktioniert anders als es Journalisten und etablierte Parteien gewohnt sind, kommentiert Felix Victor Münch. Dieser Artikel ist in leicht geänderter Fassung ursprünglich auf ftd.de erschienen. Falls Marina Weisband diesen Kommentar...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Egal, was andere sagen, der Rückzug von Marina Weisband wird den Piraten nicht schaden. Denn diese Partei funktioniert anders als es Journalisten und etablierte Parteien gewohnt sind, kommentiert Felix Victor Münch.</h4>
<p><span id="more-7665"></span></p>
<p><em>Dieser Artikel ist in leicht geänderter Fassung ursprünglich auf <a href="http://www.ftd.de/politik/international/:piraten-die-anti-guttenberg-partei/60160725.html" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.ftd.de/politik/international/_piraten-die-anti-guttenberg-partei/60160725.html?referer=');">ftd.de</a> erschienen.</em></p>
<p>Falls Marina Weisband diesen Kommentar liest, wird sie sich zunächst wohl in doppelter Hinsicht ärgern. Erstens, weil es jetzt schon wieder um sie geht, nicht um Inhalte. Zweitens, weil schon in den ersten drei Sätzen wieder eine Spekulation über ihre Psyche angestellt wird. Um alles falsch zu machen, was Medien aus ihrer Sicht derzeit falsch machen, müsste ich sie auch noch in ihrer Wohnung besuchen und dann über ihre Einrichtung, ihren Freund, ihre Frisur, ihr Lächeln und ihre charmante Art schreiben.</p>
<p>Doch das Thema ist auf dem Tisch. Die von den Medien erkorene Galionsfigur der Piratenpartei macht eine Pause. Sie wird zur Wahl des Geschäftführers der Piratenpartei nicht zur Verfügung stehen. Sie verabschiedet sich nicht aus der Politik, sie tritt nicht aus der Piratenpartei aus, sie hat sich nicht mit den Piraten verstritten. Nichts. Nein, sie macht nur eine Pause. Und das aus gutem Grund: Sie will ihre Diplomarbeit schreiben und es geht ihr nicht gut. Jetzt wird von Journalisten viel spekuliert, ob das den Piraten schaden wird.</p>
<h3>Weisbands Rückzug wird ein Lehrstück für die Personalpolitik der Piraten</h3>
<p>Wird es nicht. Denn nachdem sie, weil sie aus der Partei durch oberflächliche Eigenschaften heraussticht, von den Medien &#8211; entgegen aller Ziele der Partei &#8211; zur Galionsfigur stilisiert wurde, wird ihr Rückzug ein Lehrstück dafür sein, wie die Piraten Politik, insbesondere Personalpolitik betreiben.</p>
<p>Sie wird einfach ersetzt werden. Punkt. Wahrscheinlich wird es ein Mann, vielleicht wird über ihn weniger geredet, vielleicht kann er nicht so kurze und verständliche Sätze formulieren, vielleicht sieht er schlechter aus. Alles egal.</p>
<p>Die Piratenpartei lebt nicht von Meinungsführern und Personen. Sie lebt von Themen und Prozessen. Wenn der Nachfolger seine Funktion in diesen Prozessen übernimmt, und ein dazu befähigter Pirat wird sich angesichts der gestiegenen Mitgliederzahlen wohl finden lassen, und möglichst vermeidet &#8211; aufgemerkt &#8211; vermeidet, seine Meinung durch seine Funktion stärker zur Geltung zu bringen als ein engagiertes Basismitglied, geht alles gut.</p>
<p>Selbst wenn sich Journalisten aufgrund jahrelanger Seh-, Hör- und Lesegewohnheiten des Publikums nach dem nächsten Guttenberg sehnen und deswegen schon Journalistenschülern und Volontären bestimmte Gewohnheiten und Formatvorgaben eingetrichtert werden: Die Piratenpartei funktioniert so nicht. Sie wird sich diesen Vorgaben nicht unterwerfen. Und sie hatte bis jetzt auch ohne einen Freiherr zu Guttenberg oder einen Sponti Joschka Erfolg.</p>
<h3>Der Erfolg in Berlin war Folge eines Wahlkampfs ohne Spitzenkandidat</h3>
<p>Der größte Erfolg in Deutschland, bei den Landtagswahlen in Berlin, war Folge eines Wahlkampfs ohne Spitzenkandidat. Die Plakate: 12 Gesichter, 12 Themen, kein Name. Das macht den Reiz der Partei aus. Deswegen wird sie gewählt. Nicht, weil sie charismatische Persönlichkeiten zu bieten hat.</p>
<p>Die Piratenpartei ist eine Technokratenpartei. Und das ist keine Beleidigung. Fachwissen geht vor Charisma und diplomatischem Geschick. Der hohe Anteil an Akademikern, insbesondere Naturwissenschaftlern, Mathematikern und Informatikern, unter den Parteimitgliedern führt zu einem wissenschaftliches Verhältnis zu Autorität und Führung. Alles wird angezweifelt, selbst wenn ein Professor die Behauptung aufstellt. Einfache Lösungen machen Angst. Und hinterfragt werden Fakten, nicht die Präsentation derselben.</p>
<p>Und genauso wie Wissenschaftler im besten Fall keine durch ihren Charakter begründete Autorität anerkennen, mögen sie keine Dogmen. Eingeschlagene Leitlinien werden bei genügend Evidenz idealerweise besser heute als morgen umgestoßen. Selbst wenn die Erde dadurch plötzlich wieder flach wird.</p>
<p>Deswegen befinden sich Kritiker eines mageren Programms der Piraten auch hier im falschen Bezugssystem: Ein ausladendes Programm stellt nur schwer umzustoßende Richtlinien fest. Positionen und Argumente der Vergangenheit, die nur dadurch mehr Geltung haben, weil sie auf Papier &#8211; pardon &#8211; PDF stehen. Wenige, grobe Linien reichen, damit die Partei keine 180-Grad-Wendungen hinlegen kann, nur weil mal zu wenig gemäßigte Delegierte bei einer Abstimmung da waren. Der Rest kann in aktuellen Erklärungen und Stellungnahmen geklärt werden.</p>
<h3>Die neue Partei erzwingt auch eine neue Politikberichterstattung</h3>
<p>Parteiprogramme wie Spitzenkandidaten stammen aus der Zeit der Ideologenkriege, als Echtzeit-Kommunikation multilateral nur in einem Raum stattfinden konnte. Heute ist Pragmatik und Realpolitik gefragt. Und tausende Menschen, die sich nicht einmal im Leben gesehen haben, können auf Wikipedia gemeinsam eine Enzyklopädie schreiben, die sich mit der Encyclopedia Britannica mehr als vergleichen kann.</p>
<p>In der Piratenpartei haben sich Menschen gefunden, die diese Möglichkeiten in die Politik tragen können und wollen. Diese neue Welt erzwingt auch eine neue Form der Politikberichterstattung. Der Trend, Politik als Sport zu betrachten, als ein Wettrennen von Köpfen und deren Ideen, lässt die Ideen leider in den Hintergrund treten. Deshalb ist die Pause von Weisband gut für die Partei, ja vielleicht sogar gut für die Politik. Wenn die Piratenpartei es schafft &#8211; und sie muss es mit allen Mitteln versuchen &#8211; den Rufen der etablierten Medien und Parteien nach Assimilation zu widerstehen und damit Erfolg hat, hat sie es geschafft, einen neuen Agenten in das Parteiensystem zu implementieren: Den Schwarm.</p>
<h6>Aufmacherbild: flickr/<a href="http://www.flickr.com/photos/62974746@N06/5727518000/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.flickr.com/photos/62974746_N06/5727518000/?referer=');">korbinian_polk</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en?referer=');">CC BY 2.0</a></h6>
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		<title>Da steigt der Fickfaktor &#8211; und keinem fällt&#8217;s auf</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 06:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denise Peikert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[besprechung]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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		<category><![CDATA[Gary Shteyngart]]></category>
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		<category><![CDATA[super sad true love story]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Buch Super Sad True Love Story von Gary Shteyngart ist eine finstere Zukunftsvision. Die dauernde Überwachung aller erzählt es dabei so beiläufig mit, dass sie kaum auffällt. Oder liegt das am Leser? An die Weltereignisse erinnert man sich. An die Sache mit dem Fickfaktor...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Das Buch<em> Super Sad True Love Story </em>von Gary Shteyngart ist eine finstere Zukunftsvision. Die dauernde Überwachung aller erzählt es dabei so beiläufig mit, dass sie kaum auffällt. Oder liegt das am Leser?</h4>
<p><span id="more-7606"></span></p>
<div id="attachment_7614" class="wp-caption alignright" style="width: 180px"><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/shteyngart_o.jpg"><img class="size-full wp-image-7614" title="Gary Shteyngart" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/shteyngart_o.jpg" alt="Gary Shteyngart. (Foto: flickr / 92YTribeca / CC BY-NC 2.0)" width="170" height="230" /></a><p class="wp-caption-text">Gary Shteyngart. (Foto: flickr / 92YTribeca / CC BY-NC 2.0)</p></div>
<p>An die Weltereignisse erinnert man sich. An die Sache mit dem Fickfaktor nicht. Shteyngart erzählt: Von der Abwertung des Dollars, von der totalen Verarmung Amerikas und von dem Überleben von &#8220;StatoilNorwegen&#8221;. Das ist knallig und beeindruckend. Er erzählt aber auch von einer totalen Überwachungsgesellschaft, in der man etwa sehen kann, wie oft die Mitmenschen Sex hatten. Das ist genauso beeindruckend, bleibt aber kaum in Erinnerung.</p>
<p>Es liegt nicht nur an der Form<em>: Super Sad True Love Story</em> ist ein moderner Briefroman. Zur einen, größeren Hälfte besteht er aus dem Tagebuch des russischen Einwanderers Lenny Abramov. Den Rest füllen Nachrichten, die Lennys sehr junge Geliebte Eunice Park mit ihren Freunden über ihren GlobalTeensAccount austauscht. Global Teens ist eine Art äußerst leistungsfähiges Facebook.</p>
<h3>Wenn man mit dem Buch durch ist, schwirrt der Kopf</h3>
<p>Es liegt auch nicht nur an der Erzählung selbst: Die Geschichte des Paares ohne Zukunft vor der Kulisse der auseinanderbröckelnden USA ist &#8220;superromantisch&#8221; gedacht, wie es im Klappentext steht, aber: Das klappt nicht. Dafür hetzt Shteyngart mit einem viel zu irrem Tempo durch seine politische Dystopie. Zeltstädte in einem New Yorker Park, der Beinahe-Zusammenbruch einer Bank, die, wie fast alle Unternehmen in seinem Buch einen Bandwurmnamen hat, der Folge ist von endlosen Fusionen und abstrusem Sponsoring: AlliedWasteCVSCitigroupCredit.</p>
<p>Das alles las sich schon bei Erscheinen dieses Zukunftsromans 2011 näher an der Realität, als es zu seiner Zeit wohl George Orwells 1984 getan hat. Aber es ist zu hastig und zu knallig erzählt. Wenn das Buch durch ist und atemlos zur Seite gelegt wird, schwirrt der Kopf: Nahrungsmangel in den USA, Kampfbomber Chinas über New York, Ausreiselisten für &#8220;StabilitätsKanada&#8221;.</p>
<p>Dass die Sache mit dem Fickfaktor nicht hängen bleibt, es könnte vor allem am Leser selbst liegen.</p>
<div id="attachment_7613" class="wp-caption alignleft" style="width: 180px"><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/shteyngart.jpg"><img class="size-full wp-image-7613" title="Gary Shteyngart" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/shteyngart.jpg" alt="" width="170" height="230" /></a><p class="wp-caption-text">(Foto: flickr / 92YTribeca / CC BY-NC 2.0)</p></div>
<p>Denn das, was Shteyngart von der totalen Transparenz erzählt, ist eigentlich gar nicht so beiläufig, es empört nur nicht im gleichen Maße wie die Bildschirme in den Wohnungen der Orwell-Protagonisten. Der Grund: Bei Shteyngart hat nicht der Staat den Bürger ins Glashaus gesetzt, er ist freiwillig hineingegangen. Freiwillig geben die Lennys und Eunices mit ihren &#8220;Äppäräten&#8221; ihren sexuellen Status und ihren Kontostand preis &#8211; und konsumieren neugierig die Informationen der anderen. Ja, wenns weiter nichts ist. Der Leser ist durch Facebook-Stalking, Vorratsdatenspeicherung und Internetsperren auf eigentlich alles vorbereitet und nimmt diesen Teil von Shteyngarts Buch achselzuckend hin.</p>
<h3>Keine Love Story, aber Super Sad</h3>
<p><em>Kreditmasten auf den Straßen lesen die Bonität jedes einzelnen  aus &#8211; und zeigen sie auf dem Digitaldisplay an, für jeden sichtbar und im Sinne der Konsumwirtschaft.</em></p>
<p><em>Lenny liest mit seinem Äppärät den &#8220;Fickfaktor&#8221; der Frauen aus, die mit ihm im Raum sind.</em></p>
<p><em>Und stellt fest, wie erbärmlich seiner ist.</em></p>
<p><em>Er checkt, wo die Menschen um ihn herum arbeiten und wie viel sie dabei verdienen.</em></p>
<p><em>Er liest mit, was die anderen &#8220;streamen&#8221;, also welche Nachrichten sie schreiben.</em></p>
<p><em>Als er aus Italien wieder in die USA einreisen will, muss er angeben, mit wem er zuletzt geschlafen hat.</em></p>
<p><em>Wenn Eunice das Haus verlässt, checkt Lenny anhand ihres Äppärätes, wo sie sich befindet &#8211; schließlich sind es gefährliche Zeiten.</em></p>
<p><em>Posten der &#8220;Restaurationsregierung&#8221; der USA kontrollieren die Bürger an Checkpoints und lesen berührungslos alle Daten ihrer Äppäräte aus.</em></p>
<p><em>Und niemanden störts.</em></p>
<p><em>Lennys einzige Sorgen: Die gesellschaftliche Minderachtung von Büchern und Eunice&#8217; Zuneigung.</em></p>
<p>An einem Stück aufgeschrieben und entschlackt um all das Knallige und Bunte ist das, was Gary Shteyngart zum Thema Transparenz und Überwachung aufgeschrieben hat, beängstigend. Beängstigend auch, dass es nicht gleich auffällt. Wenn Shteyngart das genauso gewollt hat, dann ist <em>Super Sad True Love Story</em> zwar immer noch keine Love Story, aber wahrlich Super Sad. Das True steht noch zur Debatte.</p>
<p><em>Super Sad True Love Story ist 2011 im Rowohlt Verlag erschienen und kostet in der gebundenen Ausgabe 19.95 €.</em></p>
<h6>Aufmacherfoto: flickr / <strong><a href="http://www.flickr.com/photos/shanan/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.flickr.com/photos/shanan/?referer=');">shanan</a> / </strong>CC BY-NC 2.0</h6>
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		<title>&#8220;Das Schlimmste verhindern&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 10:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mareike Zeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Körner]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Eisel]]></category>

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		<description><![CDATA[Politiker und das Internet – für die einen eine Gefahr, für die anderen die große Liebe. Stefan Körner, Vorsitzender der Piraten in Bayern, über die digitale Spaltung in der Politik und die Machtlosigkeit, sie zu überwinden. „Das Internet ist eine Gefahr für die Demokratie“. Diese...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Politiker und das Internet – für die einen eine Gefahr, für die anderen die große Liebe. Stefan Körner, Vorsitzender der Piraten in Bayern, über die digitale Spaltung in der Politik und die Machtlosigkeit, sie zu überwinden.<span id="more-7458"></span></h4>
<p><strong><a title="Demokratie – und keiner geht online" href="http://www.klartext-magazin.de/49A/2011/10/demokratie-und-keiner-geht-online/" target="_blank">„Das Internet ist eine Gefahr für die Demokratie“. Diese These vertritt Stephan Eisel, Politikberater bei der Konrad-Adenauer Stiftung.</a> Können Sie sich vorstellen, wie er das meinen könnte?</strong></p>
<p>Ich bin sprachlos&#8230; Ich glaube, hätte man die Menschen vor dreißig Jahren gefragt, dann hätten bestimmt auch einige gesagt, Telefone und Faxgeräte sind eine Gefahr für die Demokratie. Weil sie einfach nicht zu dem Verständnis von Welt gehörten, mit dem diese Menschen lebten.</p>
<p><strong>Sie können sich also nicht vorstellen, dass das Internet die Demokratie gefährdet?</strong></p>
<p>Wie kann das Internet eine Gefahr für die Demokratie sein? Gerade das Gegenteil ist der Fall. Es schafft Transparenz. Das Internet erlaubt, Informationen sehr schnell zur Verfügung zu stellen, sehr schnell Gruppen zu bilden und gemeinsam zu arbeiten. Wenn ein Karl-<em>Theodor</em> zu Guttenberg das Fundament der Demokratie gewesen sein soll, dann ist das Internet tatsächlich eine Gefahr. Aber eben nicht für die Demokratie, sondern für solche Menschen. Wenn in der Politik irgendjemand etwas Blödes macht, dann werden wir das herausfinden und publik machen.</p>
<p><strong>Stephan Eisel meint, das Internet sei eine Lobbyplattform für eine kleine, politische Minderheit der Gesellschaft. Studien geben ihm Recht. Steht das Internet damit im Gegensatz zu mehr Basisdemokratie, wie sie die Piraten fordern?</strong></p>
<p>Tatsächlich erreichen wir im Internet nicht alle Menschen. Es wird immer ein paar Leute geben, die auf diesem Informationskanal, der für uns schnell und einfach ist, nicht erreichbar sind. Aber die Mehrheit der Menschen heute kann Webseiten aufrufen ohne zu stolpern. Und deswegen denke ich, Hintergrund von solchen Äußerungen ist die Panik, eine Entwicklung nicht mehr mitzubekommen.</p>
<p><strong>Halten Sie es für legitim, dass online-affine Lobbygruppen E-Democracy-Angebote für ihre politischen Interessen nutzen?</strong></p>
<p>Nur weil ich über einen Kanal nicht alle potentiell Stimmberechtigten erreiche, heißt das ja nicht, dass ich ihn nicht nutzen darf. Die CSU in Bayern hat seit Jahren Stammtische in Hinterzimmern. Da geht auch nicht jeder hin und trotzdem ist es eine funktionierende Demokratie – wenn ich eben jeden frage und jedem ein Stimmrecht gebe.</p>
<blockquote><p>&#8220;Es ist für mich schwer vorstellbar, wie man ohne Twitter-Account lebt&#8221; <em>Stefan Körner </em></p></blockquote>
<p><strong>Wie will die Piratenpartei es schaffen, Internetskeptiker mit ihren Themen und mit ihren Argumenten mitzunehmen?</strong></p>
<p>Ich glaube, es gibt Aufgaben, die sind nicht zu erfüllen. Ich denke, dass es nicht möglich ist, 100 Prozent der Gesellschaft mitzunehmen. Es wird mit Sicherheit Menschen geben, die niemals einen Twitter-Account haben werden. Auch wenn es für mich schwer vorstellbar ist, wie man ohne lebt.</p>
<p><strong>Aber in deutschen Parlamenten braucht es für viele Entscheidungen Koalitionen. Wie will die Piratenpartei Politiker für ihre Vorhaben gewinnen, die das Internet als Gefahr sehen?</strong></p>
<p>Also da habe ich zwei Ideen. Die eine ist: Computerkurse. Aber ich befürchte, das ist vergebene Liebesmüh.</p>
<p><strong>Und die zweite?</strong></p>
<p>Ich glaube, dass es einfach eine Frage der Zeit ist. Noch haben wir Politiker, die versuchen Gesetze für einen Bereich zu machen, von dem sie keine Ahnung haben. Das ist als würde jemand versuchen eine Straßenverkehrsordnung zu machen, hat aber in seinem Leben noch nicht mehr als zwei Autos gesehen. Das geht nicht. Das ist schlicht und ergreifend außerhalb seiner Vorstellungswelt.</p>
<p><strong>Also geben Sie sich und Ihrer Partei wenig Chancen, diese Politiker mit ihren Argumenten überzeugen zu können?</strong></p>
<p>So lange solche Menschen an solchen Positionen sind, werden wir einfach Geduld haben müssen und das Schlimmste verhindern müssen. Und ich glaube, das tun wir gerade. Zum Beispiel als wir verhindert haben, dass es eine Internetzensur gibt. Auch da war klar: es sollte nur ein Telefonbuch zerrissen werden statt Telefonanschlüsse zu vernichten. Und die Politiker haben das nicht verstanden. Die wussten nicht, was sie da tun.</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn unsere elementaren Ziele erfüllt sind, können wir unsere Arbeit einstellen&#8221; <em> Stefan Körner </em></p></blockquote>
<p><strong>Und Sie glauben die zwei Lager in der Netzpolitik werden sich mit der Zeit auflösen?</strong></p>
<p>Für uns spielt die Zeit eine große Rolle. Mit jedem Jahr, das vergeht werden neue und junge Menschen nachrücken in die Riege der Politiker, die verstehen, was sie da tun. Und die Menschen, die das verstehen, wachsen hoffentlich auch in anderen Parteien nach. Es bleibt also die Hoffnung, dass unser Überzeugungskampf irgendwann leichter wird.</p>
<p><strong>Und dann gibt die Piratenpartei ihr Steckenpferd ab?</strong></p>
<p>Also ich behaupte: Wenn unsere elementaren Ziele, also der Datenschutz und die Transparenz in der Politik, erfüllt sind, dann können wir unsere Arbeit einstellen. Das waren die Punkte, weswegen wir uns als Piratenpartei gegründet haben. Allerdings sehe ich da im Augenblick wenig Chance. Denn auch Bürgerrecht ist ein Thema, das bei uns mit Füßen getreten wird.</p>
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		<title>Die schönsten Blackout-Seiten</title>
		<link>http://www.klartext-magazin.de/49A/2012/01/sopa-pipa-blackout-day-protest-stop-besten-homepages-seiten/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 09:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rico Grimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[blackout day]]></category>
		<category><![CDATA[gallerie]]></category>
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		<description><![CDATA[Viele Webdienste und Blogbetreiber haben gegen den US-Gesetzentwurf SOPA, den &#8220;Stop Online Piracy Act&#8221;, mit schwarzen Startseiten demonstriert. In unserer Gallerie: die schönsten Protest-Noten. PIPA und SOPA – was sich nach geeigneten Namen für hässliche WM-Maskottschen anhört, bringt die Netzgemeinde in Wallung. Denn beides sind US-Gesetzesentwürfe,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Viele Webdienste und Blogbetreiber haben gegen den US-Gesetzentwurf SOPA, den &#8220;Stop Online Piracy Act&#8221;, mit schwarzen Startseiten demonstriert. In unserer Gallerie: die schönsten Protest-Noten.</h4>
<p><span id="more-7445"></span>PIPA und SOPA – was sich nach geeigneten Namen für hässliche WM-Maskottschen anhört, bringt die Netzgemeinde in Wallung. Denn beides sind US-Gesetzesentwürfe, die gegen Urheberrechtsverstöße gerichtet sind. Gegner der Gesetze sagen, dass mit ihnen eine „Zensurinfrastruktur“ geschaffen werde. Zumindest dürften viele bisher völlig legale Webdienste in die Semi-Illegalität gezwungen werden, weil die Homepage-Betreiber dauerhaft für Links auf ihren Seiten haften müssten (mehr zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act?referer=');">SOPA und PIPA auf Wikipedia</a>). Für Kurznachrichtendienste wie Twitter, die <a href="https://www.google.com/landing/takeaction/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.google.com/landing/takeaction/?referer=');">Suchmaschine Google</a>, Wikipedia sowie viele kleine Homepage- und Blogbetreiber wäre das eine Katastrophe. Deswegen haben Netzaktivisten und Webdienste heute zum „Blackout-Day“ aufgerufen.</p>
<p>Um gegen SOPA und PIPA zu demonstrieren, haben viele Webseitenbetreiber ihre Homepages zeitweise abgeschalten und eine Protest-Note auf der Startseite hinterlassen. In Europa richtet sich der Protest auch gegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement?referer=');">ACTA, das &#8220;Anti-Counterfeiteing-Trade-Agreement&#8221;</a>. Dieses Handelsabkommen wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit entwickelt und ist wegen seiner Regelungen zum geistigen Eigentum in der Netzgemeinde sehr umstritten.</p>
<p>Aber egal, ob Europa oder USA &#8211; wir sammeln die originellsten Protest-Noten hier.</p>
<p><a href="http://pirateparty.org.au/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/pirateparty.org.au/?referer=');"><strong>Piratenpartei Australien &#8211; Die mit der Lampe</strong></a></p>
<p><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/FireShot-Screen-Capture-004-STOP-SOPA-pirateparty_org_au.png"><img class="size-medium wp-image-7460 aligncenter" title="FireShot Screen Capture #004 - 'STOP SOPA!' - pirateparty_org_au" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/FireShot-Screen-Capture-004-STOP-SOPA-pirateparty_org_au-300x101.png" alt="" width="300" height="101" /></a></p>
<p>Wenn man die Maus bewegt, bewegt sich auf dem Bildschirm eine Taschenlampe. Die braucht man auch um die Protestnote überhaupt lesen zu können. Doppelter Blackout quasi.</p>
<p><a href="http://theoatmeal.com/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/theoatmeal.com/?referer=');"><strong>The Oatmeal.com &#8211; Die Plüschis machen heute woanders Liebe</strong></a></p>
<p><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/FireShot-Screen-Capture-002-TheOatmeal_com-blacked-out-in-protest-of-SOPA-_-PIPA-The-Oatmeal-theoatmeal_com.png"><img class="size-medium wp-image-7461 aligncenter" title="FireShot Screen Capture #002 - 'TheOatmeal_com blacked out in protest of SOPA _ PIPA - The Oatmeal' - theoatmeal_com" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/FireShot-Screen-Capture-002-TheOatmeal_com-blacked-out-in-protest-of-SOPA-_-PIPA-The-Oatmeal-theoatmeal_com-300x177.png" alt="" width="300" height="177" /></a>Wo eigentlich süße Kuscheltiere, liebevoll von Matthew Inman gezeichnet, ziemlich lustige Alltagsdinge erleben, blebt heute alles schwarz, fast alles jedenfalls. Denn Inman protestiert mit einer kleinen lustigen Geschichte gegen SOPA und PIPA.</p>
<p><a href="http://thepiratebay.org/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/thepiratebay.org/?referer=');"><strong>The Piratebay &#8211; Wo ist das Kunstwerk?</strong></a></p>
<p><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/FireShot-Screen-Capture-003-Download-music-movies-games-software-The-Pirate-Bay-The-worlds-most-resilient-BitTorrent-site-thepiratebay_org.png"><img class="size-medium wp-image-7462 aligncenter" title="FireShot Screen Capture #003 - 'Download music movies games software! The Pirate Bay - The world's most resilient BitTorrent site' - thepiratebay_org" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/FireShot-Screen-Capture-003-Download-music-movies-games-software-The-Pirate-Bay-The-worlds-most-resilient-BitTorrent-site-thepiratebay_org-300x177.png" alt="" width="300" height="177" /></a></p>
<p>Die P2P-Jungs aus Schweden machen einen auf Kunst: Hinter einem schwarzen Feld sieht man einen halben Bilderrahmen. Damit will Piratebay wohl darauf hinweisen, dass durch die Gesetzesvorhaben Online-Kreativität enorm beschränkt wird &#8211; und damit auch zukünftige, museumsreife Kunst.</p>
<p><a href="http://www.divinus.de/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.divinus.de/?referer=');"><strong>Divinus – Sieht aus wie Zensursula, nur blutiger</strong></a></p>
<p><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/divinus.jpg"><img class="size-medium wp-image-7519 aligncenter" title="divinus" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/divinus-300x176.jpg" alt="" width="300" height="176" /></a></p>
<p>„STOP SOPA!“ steht auf der ersten Seite des Webdesigners Divinus, in den Lettern, die schon den Protest gegen <a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/2011/09/datenschutz-spackeria-daten-geschichte-storify/2/">Internetsperren („Zensursula“)</a> und <a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/2011/09/datenschutz-spackeria-daten-geschichte-storify/3/">Vorratsdatenspeicherung („Stasi 2.0“)</a> groß gemacht haben. Nur dieses Mal ist es härter: Blut und Öl sollen es nach Meinung von Divinus wohl sein, womit die SOPA-Befürworter rechnen müssen.</p>
<p><a href="http://ccc.de/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/ccc.de/?referer=');"><strong>CCC – Wie SOPA zu Wulffs Hauskredit passt</strong></a></p>
<p><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/CCC1.jpg"><img class="size-medium wp-image-7520 aligncenter" title="CCC" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/CCC1-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a></p>
<p>Die Startseite des Chaos Computer Clubs heißt heute schlicht Black – und protestiert nicht nur gegen SOPA und Co., sondern versucht sich auch im politischen Rundumschlag. Mit dabei: die Polit-Peinlichkeiten Karl-Theodor zu Guttenbergs und Christian Wulff und Hans-Peter Uhl, Innenexperte bei der CDU und <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/internetsoziologe/die-beiden-trennen-welten-herr-uhl-von-der-cdu-und-das-internet" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.freitag.de/community/blogs/internetsoziologe/die-beiden-trennen-welten-herr-uhl-von-der-cdu-und-das-internet?referer=');">Internet-Nicht-Versteher</a>.</p>
<p><a href="http://www.gruene.de/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.gruene.de/?referer=');"><strong>Die Grünen – Staatstragend und mit viel Text</strong></a></p>
<p><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/gruene.jpg"><img class="size-medium wp-image-7517 aligncenter" title="gruene" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/gruene-300x176.jpg" alt="" width="300" height="176" /></a></p>
<p>Weniger minimalistisch sieht heute die Startseite der Grünen aus – und ist auch inhaltlich das Gegenteil zur Rotzigkeit des CCC. In einem langen Text erklärt die Partei, warum sie sowohl SOPA als auch ACTA nicht gut findet. Zum Abschluss heißt es &#8211; politisch korrekt und ein bisschen steif: „Wir zeigen uns solidarisch mit diesem Protest.“</p>
<p><a href="http://blog.shaded-reality.de/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/blog.shaded-reality.de/?referer=');"><strong>Shaded Reality &#8211; Bitte schauen Sie genau hin</strong></a></p>
<p><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/sopa-shaded-reality.jpg"><img class="size-medium wp-image-7537 aligncenter" title="sopa shaded reality" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/sopa-shaded-reality-300x176.jpg" alt="" width="300" height="176" /></a></p>
<p>Bei &#8220;Shaded Reality&#8221; muss man zwei mal hinschauen &#8211; erst dann erkennt man die schwarze Schrift auf schwarzem Grund. &#8220;So kann das Internet mit SOPA aussehen&#8221; ist dann zu entziffern. Und wer die Botschaft nicht verstanden hat, der schaut einfach mal, wie die Seite benannt ist: &#8220;Fuck SOPA!!!&#8221; &#8211; mit drei Ausrufezeichen.</p>
<p><a href="http://hohlfeld.eu/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/hohlfeld.eu/?referer=');"><strong>Hohlfeld &#8211; Weiße Reste oder was SOPA mit Warren Buffet zu tun hat</strong></a></p>
<p><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/hohlfeld.jpg"><img class="size-medium wp-image-7535 aligncenter" title="hohlfeld" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/hohlfeld-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a>Achim  Hohlfeld, Internet- und Konzertdienstleister aus Herne, hat nicht mehr als einen Satz auf seine ansonsten weiße  Seite geschrieben. Erinnert in seiner Dezenz ein bisschen an die Homepage eines der größten Unternehmen der Welt: <a href="http://www.berkshirehathaway.com/" rel="nofollow" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.berkshirehathaway.com/?referer=');">www.berkshirehathaway.com</a>, dem Konzern von Warren Buffett.</p>
<p><a href="http://en.rsf.org/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/en.rsf.org/?referer=');"><strong>Reporter without Borders &#8211; Alle mögen die Lampe</strong></a></p>
<p><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/Reporter-ohne-Grenzen1.jpg"><img class="size-medium wp-image-7538 aligncenter" title="Reporter ohne Grenzen" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/Reporter-ohne-Grenzen1-300x176.jpg" alt="" width="300" height="176" /></a></p>
<p>Noch eine Taschenlampe (eine von sehr vielen), die das Dunkel erhellt. Auch die Reporter ohne Grenzen halten alles sehr nüchtern. Auf der englischen Website ist zu lesen, warum die Organisation beim SOPA-Blackout mit macht. Ein Link führt dann &#8211; wie es sich für guten Journalismus gehört &#8211; zu einer fundierten und ausführlichen Analyse, in der erklärt wird, was SOPA für jeden Internetnutzer bedeutet. Sogar ein Vergleich zwischen SOPA und der <a title="Das Exter-Net" href="http://www.klartext-magazin.de/49A/2011/10/das-externet/">chinesischen Great Firewall</a> wird gezogen.</p>
<p><a href="http://ccc.de/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/ccc.de/?referer=');"><strong>xkcd – Persönliche Totalverweigerung </strong></a></p>
<p><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/Censor.bmp"><img class="aligncenter" title="Censor" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/Censor.bmp" alt="" width="475" height="106" /></a></p>
<p>&#8220;I make my living drawing xkcd [a webcomic of romance, sarcasm, math, and language], which wouldn&#8217;t have been possible if people hadn&#8217;t been able to freely share my comics with each other all over the internet.&#8221;, das schreibt Randall Munroe. Schade für uns, dass der Zeichner nicht mit einem Comic protestiert. Aber wenn schon Protest, dann wenigstens richtig. Erst durch das Internet kann er von seinem Hobby leben. &#8220;As a copyright holder and small business owner, I oppose SOPA and PIPA&#8221;, schreibt er. Seiner Botschaft schwingt mit: Wenn es jemanden wie ihn trifft, betrifft es uns alle.</p>
<p><strong><a href="http://nyan.cat/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/nyan.cat/?referer=');">Nyan Cat &#8211; Eine Katze gegen SOPA</a></strong></p>
<p><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/NON-STOP-NOPE-CAT.png"><img class="size-medium wp-image-7550 aligncenter" title="NON-STOP NOPE CAT!" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2012/01/NON-STOP-NOPE-CAT-300x176.png" alt="" width="300" height="176" /></a></p>
<p>Sonst ist es die Heimat der jaulenden Pixelkatze <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nyan_Cat" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Nyan_Cat?referer=');">Nyan Cat</a>. Heute kann man auf <a href="http://nyan.cat/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/nyan.cat/?referer=');">http://nyan.cat/</a> mit ASCII-Art SOPA und PIPA einfach auf Twitter über den Haufen werfen.</p>
<p><strong>Zuletzt</strong></p>
<p>Wirklich down gegangen ist heute eigentlich nur Grooveshark. Zumindest in Deutschland. Der von Copyrightklagen betroffen Music-On-Demand-Dienst versucht Künstler an seinen Einnahmen zu beteiligen und bemüht sich um Verträge mit den Major-Labels. Die aber wollen zum größten Teil nicht mitmachen. Grooveshark würde durch SOPA wohl sterben. <a href="http://www.golem.de/1201/89151.html" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.golem.de/1201/89151.html?referer=');">Heute geht Grooveshark  nach eigenen Angaben aber vor der GEMA in die Knie</a>: Die Betriebskosten in Deutschland seien zu hoch.</p>
<p>Wie es mit SOPA und PIPA weitergeht, zeigt sich in den nächsten Wochen. Die Kammern des US-Kongresses verhandeln gerade und stimmen demnächst ab. Klar ist bisher nur: &#8220;SOPA ist das neue Schwarz&#8221; (<a href="https://twitter.com/#!/gutjahr/status/159557734214270976" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/twitter.com/_/gutjahr/status/159557734214270976?referer=');">@gutjahr</a>).</p>
<p><em>Haben wir eine originelle Seite übersehen? Dann sagt es uns. Entweder in den Kommentaren unter diesem Artikel, <a href="mailto:hive.magazin@gmail.com">per Mail</a>, auf unserer <a href="http://de-de.facebook.com/HiveMagazin" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de-de.facebook.com/HiveMagazin?referer=');">Facebook-Page</a> oder <a href="https://twitter.com/#%21/HiveMagazin" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/twitter.com/_21/HiveMagazin?referer=');">auf Twitter.</a> Wir aktualisieren die Seite den ganzen Tag über.</em></p>
<h6>Fotos: Screenshots  Aufmacher: screenshot/pirateparty.org.au</h6>
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		<title>Willkommen im Nerd-Paradies</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 07:30:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Meyer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[PC]]></category>
		<category><![CDATA[Rechner]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute würde man sie als Nerds bezeichnen. Computersammler, die in einer Halle alte Rechneranlagen horten,  restaurieren und vorführen. Ein Rundgang zum Hören und Sehen. Ein Surren liegt in der Luft. Unbeirrt rattern, pusten und flimmern die Ausstellungsstücke vor sich hin. Auf dem Gelände der Universität der...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Heute würde man sie als Nerds bezeichnen. Computersammler, die in einer Halle alte Rechneranlagen horten,  restaurieren und vorführen. Ein Rundgang zum Hören und Sehen. <span id="more-5056"></span></h4>
<p><a href="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2011/10/Schild.jpg"><img class="alignleft" title="Schild" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/wp-content/uploads/2011/10/Schild-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein Surren liegt in der Luft. Unbeirrt rattern, pusten und flimmern die Ausstellungsstücke vor sich hin. Auf dem Gelände der Universität der Bundeswehr präsentieren Münchner Computerfans historische, teils noch funktionsfähige Rechneranlagen in einem alten Hangar, der jetzt ein <a title="Computermuseum" href="http://www.computermuseum-muenchen.de/" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.computermuseum-muenchen.de/?referer=');">Museum</a> ist.</p>
<p>Organisiert sind sie in einem gemeinnützigen Verein, der <a title="GfhR" href="http://www.gfhr.de/general/start.php" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.gfhr.de/general/start.php?referer=');">Gesellschaft für historische Rechenanlagen</a>, mit momentan 27 Mitgliedern.</p>
<p>Vereinszweck ist laut Satzung  „die Erhaltung, Vertiefung und Verbreitung des Wissens um sowie das intellektuelle und sinnliche Erleben der Geschichte der Datenverarbeitung (&#8230;) durch das Dokumentieren, Sammeln, Restaurieren, Betreiben, Instandhalten, Vorführen, Erklären, sowie der weltweiten Öffentlichkeit verfügbar machen von Rechenanlagen vergangener Generationen“.</p>
<p>Staunen können nicht nur Nerd-Kollegen. 500 bis 600 Besucher führen die Vereinsmitglieder im Jahr durch ihre Halle. Zu bewundern gibt es zum Beispiel einen Osborne 1, eine Art Ur-Laptop, den ersten Minicomputer pdp8 oder eine 40-Zoll-Festplatte mit ganzen 6 Megabyte Speicher aus den 60er-Jahren. Die Vereinsmitglieder John Zabolitzky, Physik-Professor, und IT-Fachmann Wolfgang Stief führen durch die Großrechnerabteilung und wagen eine Prognose für die technische Zukunft.</p>
<p><object id="soundslider" width="480" height="400" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="quality" value="high" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="menu" value="false" /><param name="src" value="http://www.klartext-magazin.de/49A/audioslides/Computermuseum/soundslider.swf?size=1&amp;format=xml&amp;embed_width=480&amp;embed_height=400&amp;autoload=false" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="soundslider" width="480" height="400" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.klartext-magazin.de/49A/audioslides/Computermuseum/soundslider.swf?size=1&amp;format=xml&amp;embed_width=480&amp;embed_height=400&amp;autoload=false" allowScriptAccess="always" quality="high" allowFullScreen="true" menu="false" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p><strong>Computermuseum München</strong></p>
<p>Universität der Bundeswehr, Halle 109<br />
85579 Neubiberg<br />
Besichtigung nach <a title="Besichtigung" href="http://www.computermuseum-muenchen.de/index/visit.html" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.computermuseum-muenchen.de/index/visit.html?referer=');">Terminvereinbarung</a><br />
Eintritt frei</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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