Nie wieder Dosenravioli!
Foto: Thomas Klinger
Ein Gaskocher, ein Topf, Geschirr und Besteck: Mehr hast du beim Campen nicht dabei – und mehr ist auch gar nicht nötig
Für den Sommerurlaubstopf gibt es nicht nur ein Rezept: Du magst keine Zucchini? Nimm Champignons. Die Aubergine vergessen? Lass sie weg, schmeckt trotzdem. Am besten auf einem Campingplatz in Südfrankreich, wenn dir und deinen Freunden nach einem langen Tag am Meer der Magen knurrt. Und zuhause nachgekocht, versetzt dich der erste Bissen zurück in die Ferien.
Das brauchst du:
- eine halbe Stunde Zeit
- zwei hungrige Mitesser
- etwa 500 Gramm Rindfleisch, entweder Steaks oder Geschnetzeltes
- Gemüse: zwei Zwiebeln (Frühlingszwiebeln tun’s auch), eine Aubergine,
- drei große Karotten, eine Zucchini, zwei Paprikaschoten, vier Strauchtomaten
- Kräuter: Rosmarin, Thymian, Oregano (frisch oder getrocknet)
- zwei Zehen Knoblauch
- einen Schuss Rotwein
- Olivenöl, Salz und schwarzen Pfeffer
- als Beilage Baguette und eventuell saure Sahne oder Crème fraîche
Schritt 1: Das Rindfleisch in 2 x 2 cm große Würfel schneiden, Olivenöl im Topf erhitzen und das Fleisch scharf anbraten.
Schritt 2: Den Knoblauch fein, die Zwiebeln grob würfeln und ab in den Topf. Salzen und pfeffern, einen Schuss Rotwein hinterher, Deckel drauf. Wer’s mag, legt noch einen Zweig frischen Rosmarin dazu, der vor dem Essen herausgefischt wird und viel Aroma abgibt.
Schritt 3: Jetzt kommt’s auf die richtige Reihenfolge an, weil die einzelnen Gemüsesorten unterschiedlich lange brauchen, um gar zu werden. Zuerst die Aubergine auf halbe Scheiben schneiden und, wenn die Zwiebeln glasig sind, in den Topf geben. Anschließend die Karotten, gefolgt von der Zucchini, den Paprika und den Tomaten. Das Grünzeug nicht zu klein schneiden, sonst gibt’s nachher verkochten Brei. In großen Stücken bleibt es knackig.
Schritt 4: Die Kräuter klein hacken und über den Fleisch-Gemüse-Mix streuen, dann umrühren und Deckel drauf. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Topf von der Flamme nehmen, wenn das Gemüse noch bissfest ist.
Schritt 5: Ab auf den Teller und rein in den Magen. Ein Kleckser saure Sahne ist nicht nur gut für die Optik, sondern auch für den Geschmack. Nach zwei Wochen Frankreich hängt dir das Weißbrot endgültig zum Hals raus? Folienkartoffeln, Couscous oder Reis passen genauso gut dazu.
Du willst sehen, wie das Essen in den Topf kam? Das Making-Of Video gibt’s auf Seite 2!
Konzept: Simon Hurtz, Silke Keul; Text: Simon Hurtz
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