Wo die Adlers wohnen

Von Hengst bis Hummel – viele Nachnamen gehen auf Tiere zurück. Diese acht häufen sich in bestimmten Gegenden.

Von Vera Vester

Die Idee, sich gegenseitig Nachnamen zu geben, kam im Mittelalter aus Italien und Frankreich nach Deutschland. Heute leben besonders viele Hummels bei Stuttgart, Bärs bei Bayreuth, Krabbes bei Münster und Hunds bei Baden-Baden. Wissenschaftler vermuten, dass die Namen an diesen Orten entstanden – und die Nachkommen der ersten Träger nie weggezogen sind. Die Vorfahren der 3500 Hunds, die in Deutschland leben, müssen entweder hinterhältig oder besonders treu gewesen sein, denn der Name Hund ist ein so genannter Übername: Er ist zurückzuführen auf das, was andere über den Charakter einer Person gesagt haben. Südlich von Dresden wohnen demnach besonders viele Nachfahren von starken und ungestümen Menschen: Hengste. Stuten sind in ihrer Nähe allerdings kaum zu finden.

Die Karten zeigen exemplarisch die Regionen, in denen die ausgewählten Namen besonders oft vertreten sind. Sie basieren auf Daten des Deutschen Familiennamenatlas (DFA).

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