
Kaspar Heinrich, Jahrgang 1983, neigt bisweilen dazu, seinen Lebenslauf „folgerichtig“ zu nennen: Machte der deutschen Sprache schon im zarten Alter schöne Augen, erlag ihren Reizen und ließ die eigene Schulklasse das „Wort des Monats“ küren. Hernach: Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte im Studium, Fußball und alle Formen von Kultur tief im Herzen – weil beides so luxuriös unerheblich und doch ganz unverzichtbar ist. Einzig bekannte Laster: krankhafte Bescheidenheit und ein Hang zu Floskel und Phrase.
Vor VIECH glaubte ich, ein Magazin zum Thema „Mensch und Tier“ würde unausweichlich zu Betulichkeit und Gefühligem verleiten – und im schlechtesten Fall die investigative Leistung eines Katzen-Videos bei YouTube vollbringen.
Mein bizarrstes Erlebnis mit einem Tier war, mitanzusehen, wie mein Großvater vor rund zwanzig Jahren einen stolzen niedersächsischen Rappen auf der Weide mit einem „Fisherman’s Friend Extra Strong“ fütterte – und dieser daraufhin alle Grimassen des Missfallens vollführte.
„Wenn Kaspar ein Tier wäre, wäre er ein Golden Retriever, weil er so eifrig durch die Gänge der DJS huscht, so verlässlich ist und – natürlich – weil keiner sonst so dermaßen große treue Augen hat.“ (Christiane Lutz)
Beiträge von Kaspar Heinrich: „Bombastischer Lyrismus“, Dein Freund und Reiter, Der Dealer, Gänse, marsch!, „Totstellen ist schwierig“



