Aufdrehen

Aufdrehen

Du bist, was du hörst – zumindest bilden Musik-Fetischisten sich das ein. EGO stellt euch Künstler vor, über die man auf einer Party beim Musik-Fachsimpeln gut da steht. Und solche Tracks, die man besser vom MP3-Player löscht, bevor man sich als DJ versucht.

Elektro

#1 Chris Liebing (Gehört immer noch zur ersten Garde der Szene)

#2  Klaudia Gawlas (Zeitgeist heißt ihr Debütalbum, am Puls der Zeit ist ihre Musik)

#3 Sven Väth (Hat die Szene geprägt wie kein anderer)

#NoGo Künstler, die das DJ-Glück trüben können: David Guetta (Marketing-Maschine, aber nicht wirklich innovativ), Scooter (Techno-Urgesteine, aber ein Phänomen, das man nicht nachvollziehen kann), Cascada (War da nicht so ein Musikwettbewerb?)

 

Hip-Hop

#1 Marteria (Pop-Hits und Underground-Nerdereien)

#2 Casper (Musikalisch geht es weg vom klassischen Hip-Hop, aber der Extertaler gehört immer noch zu den besten Rappern Deutschlands)

#3 Megaloh (Hip-Hop aus Berlin, im Zentrum von Rap)

#NoGo Knapp vorbei gerappt: Naya Isso (Rolf Zuckowski versucht sich an Rap, zumindest klingt es so), Sinan G (Klicks auf Youtube sind kein Gütesiegel), Money Boy (Den Swag sollte man besser abdrehen)

 

Indie

#1  Neutral Milk Hotel (Indie-Folk, der das Klangspektrum mit bislang ungehörten Instrumenten erweitert)

#2  Deerhunter (Monumental-melodischer Indie von experimentierfreudigen Musikern)

#3 Björk (Grande Dame der Musik, Punkt)

#NoGo Passt nur suboptimal zur Trainingsjacke: CSS (Waren eine ziemlich aufregende Band aus São Paulo, doch dann entdeckten sie Synthie-Pop), Noah and the Whale (Freundlicher Pop-Folk, vielleicht ein bisschen zu schluffi), Muse (Fantastisch, aber zu bombastisch)

 

Metal

#1 Blind Guardian (Power Metal, der den Hörer in ein Fantasieland entführt)

#2 Kreator (Trash Metal, laut, schnell, gut)

#3 In Flames (Death Metal und doch melodisch)

 

Punk

#1Pascow (Großer Punk aus der Provinz)

#2 Turbostaat (Rasiermesserscharfe Texte, klare Haltung, klare Kante)

#3 Zsk (Skaterpunk, erfreulich unsonnig)

#NoGo Pseudo-Punk, den man sich sparen sollte: Green Day (Die Frisuren stimmen zumindest), SUM 41 (War da nicht was mit Avril Lavigne?), Blink-182 (Hier stimmt nur der Ohrschmuck)

Foto. Marian Schäfer